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Über Mark

Von: Mark Schmid, 19. August, 2021

That's me, Mark
Bild dank: Unbekannt, HAT Das bin ich 2018 bei Freiwilligenarbeit für eine gute Sache.
Ich wurde 1970 in der Schweiz als Kind zweier Biologen geboren. Als 5-Jähriger und später bin ich teilweise an der US-Westküste in einer ländlichen Gegend aufgewachsen, wo ich unter anderem auch in den Kindergarten und die 1ste und 2te Klasse gegangen bin. Das hatte mit meinem Vater zu tun, der dort gearbeitet hatte. Dieses frühe Einbetten in eine ganz anderen Kultur hatte meiner Meinung nach einen stark prägenden Effekt auf mich. Seit da fühle ich mich nicht mehr oder nicht mehr nur als einen "reinen Schweizer". Auch später und während meiner Jugend haben wir oder ich mich oft in den USA aufgehalten. Ich schätzte die unberührte und unverdorbene Natur und die Freundlichkeit der Menschen die es damals dort noch gab sehr.

Wenn Sie mich fragen was ich mache, würde ich sagen ich bin selbständig als Schriftsteller oder Texter tätig und ein "Sachensucher". Ich suche nach Dingen die andere Leute weggeworfen haben, nicht aufheben oder noch nicht einmal anfassen wollen. Meist weil sie ihnen so wertlos oder von zu geringem Wert erscheinen. Warum mach ich das? Darauf möchte ich mit einem Zitat antworten:

Unter den Maximen an Herr Nooshiges Wand befand sich diese: "Dinge von grosser Wichtigkeit sollten vorsichtig behandelt werden."
Meister Ittei bemerkte, "Dinge von kleiner Wichtigkeit sollten ernsthaft behandelt werden."
— "Ghost Dog - The Way of the Samurai", Jim Jarmusch, 1999

Es gibt noch etwas wichtiges das man über mich wissen sollte: Als 11 - 14 Jähriger war in einem Internat von Paul Geheeb, in der "Ecole d'Humanité" (Schule der Menschheit). Auch das hat mich stark geprägt.

In der "Ecole" wie wir sie kurz nannten, lebten wir mit ca. 120 Kindern und Jugendlichen und ca. 40 Erwachsenen in ca. 10 - 15 "Familien" mit je 2 - 3 Erwachsenen und ca. 5 - 15 Kindern in einer Gemeinschaft zusammen. Diese Gemeinschaft war in vielerlei Hinsicht der menschlichen Gemeinschaft in einem Indianerstamm oder einer Sippe von Ureinwohnern sehr ähnlich. Jeder kannte jeden, wir assen drei mal am Tag zusammen, wir machten sehr viele Dinge gemeinsam und die Gemeinschaft wurde wie in den meisten Indianerstämmen oder bei den meisten Urvölkern sehr stark gepflegt. Dabei wurde sehr grossen Wert auf etwas gelegt, dass man ausserhalb einer solchen Gemeinschaft, in der "normalen" kapitalistischen Konsum- und Konkurrenzgesellschaft nie erleben und meist auch nicht lernen kann: Auf Zusammenarbeit und auf Verantwortung für andere und die Gemeinschaft, anstatt auf Konkurrenz, auf "jeder gegen jeden" und auf Ellbogen. Konkurrenzdenken galt in höchstem Masse als verantwortungslos, als asozial, als unreif und als nicht angepasst. Also eigentlich das exakte Gegenteil zur Kultur und Realität im Rest der modernen (industrialisierten) Gesellschaft in der wir heute meist leben. Wer in die "Ecole" kam und sein Konkurrenzdenken aus dem Rest der Gesellschaft nicht ablegen konnte, der oder die gehörte nie wirklich dazu und hat das wichtigste was man da lernen konnte nicht gelernt.

Für diese Lehre, dafür dass ich das lernen und erleben durfte bin ich Paul Geheeb und seiner "Schule der Menschheit" wie sie in den 1980'er Jahren noch existierte bis heute sehr dankbar. Und dies bezeichnenderweise obwohl es mir ungeheure Probleme für mein "Funktionieren" mit oder im Rest der auf Konkurrenz und "jeder gegen jeden" basierenden kapitalistischen Konsumgesellschaft beschert. Das Problem das mir diese Lehre beschert hat ist folgendes:

Wer einmal echte Zusammenarbeit und Gemeinschaft als Gegenmodell zu Konkurrenz und "jeder gegen jeden" erlebt hat, wirklich erlebt und verinnerlicht, der oder die wird dies sofort und ohne Zweifel nicht nur als angenehmer, sondern darüber hinaus auch objektiv betrachtet als eindeutig besseres Modell und als eine bessere und weitaus überlegene Kultur erkennen. Und wer darüber hinaus auch verantwortungsvoll ist oder zu Verantwortung erzogen wurde, der oder die wird dieses bessere Modell auch gegenüber dem Konkurrenz- und Ellbogenmodell, bzw. der "Ellbogenkultur" wie sie in (anonymen) industrialisierten kapitalistischen Gesellschaften vorherrscht, verteidigen und verteidigen wollen. Unter Umständen sogar dann, wenn er oder sie in der Minderheit, oder sogar alleine ist. Das geht nicht nur mir so, sondern auch anderen ehemaligen Ecole-Schülern und Schülerinnen.

Bei mir ist das stark ausgeprägt. Seit ich in der "Ecole" eine bessere menschliche Kultur als das "Konkurrenzprinzip" und das "jeder gegen jeden" Ellbogenmodell kennen gelernt habe, kämpfe ich wo immer ich es sehe oder erkenne, gegen das "Konkurrenzprinzip" und gegen "Ellbogenmentalität". Weil ich eben überzeugt bin, dass ich etwas besseres kenne und dass das zum Vorteil aller Beteiligten wäre. Was bedeutet das?

Es bedeutet, dass ich Menschen mit einem grossen Ego und / oder die Fehler nicht zugeben können, als in höchstem Masse unreif, ja geradezu als minderwertig erachte. Wie kleine Kinder, die das Wichtigste im Leben noch nicht gelernt haben. - Denn wer ein grosses Ego hat, der oder die kann in aller Regel Fehler nicht zugeben. Und wer Fehler nicht zugeben kann, der oder die ist auch nicht lernfähig. Und wer nicht lernfähig ist, kann sich nie einer Gemeinschaft oder Gruppe anpassen und mit anderen zusammen, anstatt gegen sie arbeiten. Und wer das nicht kann, wer das Konkurrenzprinzip nicht ablegen und mit anderen zusammenarbeiten und Verantwortung für andere und die Gemeinschaft übernehmen kann, der oder die ist unreif. Unreif wie ein kleines Kind, das noch nicht in der Gemeinschaft der Erwachsenen teilhaben und mitmachen kann, und unreif wie ein kleines Kind, das noch von seiner Mutter gesäugt wird und egoistisch nur an sich selbst und seine Bedürfnisse denken kann.

In einer Gesellschaft, in der das auf die meisten Menschen zutrifft, in der insbesondere Führungskräfte und Menschen in verantwortungsvollen Positionen fast ausnahmslos ein aufgeblasenes Ego haben und Fehler nicht zugeben können, kann man sich leicht vorstellen, was das bewirkt. Für lange Zeit dachte ich, ich hätte einfach ein Problem mit Autoritäten und Vorgesetzten. Doch das greift weit zu kurz. Denn tatsächlich habe ich, wie viele typische Geheeb-Schüler und vermutlich auch Indianer, damals, als sie ihre Kultur noch hatten, keineswegs ein Problem mit Autoritäten, sondern nur mit Autoritäten, die ich als unreif und deswegen letztlich als unfähig erlebe, Verantwortung zu übernehmen.

In einer kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft sind das zufällig einfach alle, oder fast alle "Autoritäten" und Vorgesetzten, weil diese in kapitalistischen Konsumgesellschaften alle ein aufgeblasenes Ego haben und Fehler nicht zugeben können (im Gegensatz zu echten Autoritäten und Respektspersonen in Naturvölkern). So ist es zumindest in der Schweiz. Damit beweisen sie für mich, dass sie nicht lernfähig sind und somit sich auch nicht anderen oder einer Gemeinschaft anpassen und mit diesen zusammenarbeiten können. Sie sind deswegen "asozial" und egoistisch und deswegen unfähig Verantwortung für andere oder für die Gemeinschaft zu übernehmen. Wie kleine Säuglinge die noch gesäugt werden und nur an ihre eigenen Bedürfnisse denken können. Unreif eben. Unreif für Gemeinschaft, unreif als Mensch und unreif für Verantwortung.

In diesem Sinne stehe ich also gewissermassen auf "Kriegsfuss" mit der ganzen kapitalistischen Konsum- und Konkurrenzgesellschaft und ihren oft sehr unreifen Menschen, insbesondere ihren unreifen "Führungspersonen". Das erklärt entsprechend auch, warum ich des Kämpfens müde bin und gerne wieder in eine Gemeinschaft leben möchte, in welcher ich die Menschen als reif und als verantwortungsvoll erlebe und erachte.

Im Umgang mit mir lässt sich daraus eine ganz einfache Handlungsanweisung ableiten: Streiten Sie Ihre Fehler mir gegenüber niemals ab. Wenn Sie wollen dass ich Sie respektiere und als reif erachte, erklären Sie sich und Ihr Verhalten. Tun Sie das nicht, wirkt das wie jemand der seine Fehler nicht zugibt und entsprechend nicht lernfähig, egoistisch und unreif ist wie ein Kleinkind.

Für alles weitere müssen Sie mich selbst kennenlernen.

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English:
By: Mark Schmid, August 19th, 2021

That's me, Mark
Image thanks to: Unknown, HAT That's me in 2018 volunteering for a good cause.
I was born 1970 in Switzerland as a child of two biologists. As a 5-yearold and later I grew up partially on the US west coast in a rural area, where among other things, I went to Kindergarten and 1st and 2nd grade. That had to do with my dad who had worked there. This early immersion into an entirely different culture in my opinion had a strong imprinting effect on me. Since then I don't feel or not only as a "pure Swiss" anymore. Later and during my youth as well, we or I often spent time in the US. I hold the pristine and unspoiled nature and the friendly people which still existed there back then in high regards.

If you ask me what I do, I would say I'm a freelance writer and a "thing searcher". I search for things that other people have discarded, don't want to pick up or even touch. Usually because they seem so worthless or of too low value to them. Why do I do this? I'd like to answer that with a quote:

Among the maxims on Lord Nooshige's wall there was this one: "Matters of great concern should be treated lightly."
Master Ittei commented, "Matters of small concern should be treated seriously."
— "Ghost Dog - The Way of the Samurai", Jim Jarmusch, 1999

There is something else that's important that you should know about me: As an 11 - 14 year old I was in a boarding-school of Paul Geheeb, in the "Ecole d'Humanité" (School of Humanity). That also had a strong imprinting effect on me.

In the "Ecole" as we called it in short, we lived together in a community with about 120 children and youths and about 40 adults in about 10 - 15 "families", each with 2 - 3 adults and about 5 - 15 children. In many regards, this community was very similar to the human community in a tribe of natives or a clan of indigenous or First Nation people. Everyone knew everyone, we ate together three times a day, we did a lot of things together and like in most tribes of natives or among most clans of First Nation people, the community was attended to and looked after very strongly. Great emphasis was placed thereby on something that one can never experience and usually neither learn outside of such a community, in the "normal" capitalist consumer- and competition-society: On teamwork and on responsibility for others and for the community, instead of on competition, on "every man for himself" and on elbows. Competitive thinking, or thinking in terms of competing was considered as irresponsible, as antisocial, as immature and as not adjusted. So in other words, the exact opposite of the culture and reality in the rest of modern (industrialized) society, in which most of us live today. People who came into the "Ecole", and couldn't lay down their thinking in terms of competing from the rest of society, never really became one of us and didn't learn the most important thing that you could learn there.

For this education, for being allowed to learn and experience this, I am very thankful, to this day, to Paul Geheeb and his "School of Humanity", the way it still existed in the 1980s. And this remarkably, although it has caused me tremendous problems for my "functioning" in the rest of capitalist consumer society, which is based on competing and on "every man for himself". The problem which this education has caused me is the following:

Anyone who has experienced real collaboration and community in his or her life as a counter-model to competition and "every man for himself", really experienced and internalized it, will immediately and without a doubt perceive it not just as more pleasant, but, seen objectively, on top of that also clearly as the better model and as a better and much more superior culture. And anyone who, besides that, is also a responsible person or was raised to taking responsibility, will also defend, and want to defend this better model against the competition- and elbow-model, or rather the "elbow culture", how it dominates in (anonymous) industrialized capitalist societies. Depending on circumstances, even if he or she might be a minority, or even alone. That doesn't just apply to me, but also to other former students of the Ecole.

With me, this is strongly the case. Ever since I have gotten to know a better human culture in the "Ecole" than the "competition-principle" and the "every man for himself" elbow-model, I fight against the "competition-principle" and against "elbow mentality" wherever I find it or see it. Simply because I am convinced, that I know something better and that that would be to the benefit of everyone involved. What does that mean?

It means that I see people with a big ego and / or who cannot admit mistakes, as extremely immature, yes even as inferior. Like little children who haven't learned the most important thing in life yet. - Because someone who has a big ego, can usually not admit mistakes either. And someone who can't admit mistakes, isn't capable of learning either. And someone who isn't capable of learning, can never adjust to a community or group and work together with others, instead of working against them. And a person who can't do that, who can't lay down the competition-principle and collaborate with others and take responsibility for others and for the community, is immature. Immature like a little child that cannot yet participate and take part in the community of adults, and immature like a little infant, which is still suckled by his or her mother and that selfishly can only think of him- or herself and his or her needs.

In a society in which this applies to most people, in which especially leading people and people in responsible positions almost without exception have inflated egos and cannot admit mistakes, you can easily imagine what the result of this is. For a long time I used to think I just have a problem with authority and superiors. But that falls way too short. Because, like many typical Geheeb-students and probably also native and First Nation people, back when they still had their culture, I really don't have a problem with authority at all, but with authorities or superiors, which I experience as immature and therefore lastly, as incapable of taking responsibility.

In a capitalist society based on competition, these just coincidentally happen to be all or almost all "authorities" and superiors, because in capitalist consumer societies, they all have inflated egos and cannot admit mistakes (in contrast to real authorities and people to be respected in native or indigenous people). At least that's how it is in Switzerland. With that they prove to me that they are incapable of learning and therefore cannot adjust to others or to a community and therefore work together with others either. Therefore they are "antisocial" and egoistic and therefore incapable of taking responsibility for others or for the community. Like little infants who are still suckled and who can only think of their own needs. Simply just immature. Immature for the community, immature as people and immature to take responsibility.

So in this sense, I am somewhat "at war" with all of capitalist consumer- and competition-oriented society and its often very immature people, especially its immature "leaders". This in turn also explains why I am tired of fighting and would like to return back to living in a community, in which I experience and perceive people as mature and responsible.

From this, one can deduce a very simple instruction when dealing with me: Never deny your mistakes with me. If you want me to respect you and accept you as mature, explain yourself and your behavior. If you don't do that, I experience this like someone who denies his or her mistakes, and therefore isn't capable of learning, is egoistical and immature, like an infant.

For everything else, you should get to know me yourself.

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