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Die Ecole d'Humanité


Deutsch:
Von: Mark Schmid, 5. Mai, 2021


In der Idee leben heisst, das Unmögliche behandeln als ob es möglich wäre! — J. W. Goethe

Turmhaus und Hasliberghaus 1933
Bild dank: Unbekannt Die beiden ersten und wichtigsten Gebäude der Ecole d'Humanité auf dem Hasliberg, das Turmhaus und das Haupthaus (Hasliberghaus) standen 1933, bevor die Ecole auf den Hasliberg zog noch direkt am Wald.
Ursprünglich war die "Ecole d'Humanité" die von Paul Geheeb mit der Hilfe seiner zweiten Frau, Edith Cassirer (1885 - 1982) 1934 gegründete "Schule der Menschheit". Dabei handelte es sich um eine exemplarische Schule und eine Lebensgemeinschaft, ein internationales Internat im Stile der deutschen "Landerziehungsheime", die als Folge des deutschen Idealismus und der Industrialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden. Ihr Zweck war die Ausbildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu besseren Menschen, welche als Erwachsene dann eine bessere, menschengerechtere Gesellschaft, eine artgerechtere Existenz und ein menschengerechtes Leben in Lebensgemeinschaften für alle Menschen herbeiführen sollten. So wie sie es als Kinder in der Ecole d'Humanité, Paul Geheeb's "Schule der Menschheit" erlebt und gelernt hatten. Damit sollten sie, so das Ziel und der Wille von Paul Geheeb, letztlich die Welt und die menschliche Existent verbessern.

Turmhaus und Hasliberghaus ca. 1946
Bild dank: Unbekannt Das "Herz" der Ecole, das Turmhaus und das Haupthaus ca. 1946, als die Ecole d'Humanité auf den Hasliberg zog.
Seit 1946 ist die "Ecole", wie die Schule von vielen ehemaligen Schüler:innen genannt wird, auf dem Hasliberg in den Schweizer Alpen. Nach der 1910 ebenfalls von Paul Geheeb gegründeten "Odenwald-Schule" war die Ecole d'Humanit:é die letzte von ihm gegründete Schule. Paul Geheeb hat sich bis zu seinem Tod 1961 in der Ecole aufgehalten und diese und deren Werte instand gehalten und laufend verbessert. Die Ecole d'Humanité kann, bis zu ihrem seelischen oder geistigen Tod 1999, als Krönung und Abschluss der wertvollen Arbeit von Paul Geheeb erachtet werden.

Paul Geheeb an der Ecole d'Humanité ca. 1948
Bild dank: Unbekannt Paul Geheeb an der Ecole d'Humanité (hinter dem Haupthaus), ca. 1948.
Heute ist die Ecole eigentlich nur noch eine Lebensgemeinschaft oder Kommune von rund 20 - 40 Lehrer:innen und Pädagog:innen auf dem schönen Hasliberg. Sie finanzieren sich ihren Lebensunterhalt durch den fortgesetzten Betrieb des ehemaligen Internats der Ecole für rund 100 - 140 Kinder und Jugendliche. Der Fokus liegt dabei aber nicht mehr auf den ideellen Zielen oder Werten Paul Geheebs, sondern primär auf wohlhabenden Menschen aus dem In- und Ausland, welche die Ansprüche der Lehrer:innen und Pädagog:innen finanzieren können. Diesem Ziel wird alles geopfert.

Die Leitung der Ecole d'Humanité interessiert sich heute nicht mehr für die Ziele von Paul Geheeb und man kennt ihn selbst in der Schulleitung heute oft nur noch dem Namen nach. Der ist ja auch schon längst tot und die heutige Zeit kann man mit damals nicht vergleichen. Damals hatten sie ja noch nicht einmal mobile Telefone! Die heutige Zeit kann man also sicher nicht mit damals vergleichen. Die Menschen heute haben ganz andere und viel wichtigere Sorgen. Die Ziele und Ideale der ursprünglichen Ecole können also ruhig auf den Misthaufen der Gesichte geworfen werden. Dann kann man sich ganz ungestört den zeitgemässen Idealen, etwa der Maximierung von Gewinn und Profit hingeben.

Der ursprüngliche Zweck der Schule, oder die Ziele ihres Gründers haben, wie bequem, heute deswegen vermeintlich keinerlei Gültigkeit oder Legitimation mehr. Was diese waren ist deswegen auch praktisch nicht mehr bekannt und interessiert auch niemanden mehr. Etwa dass die Ecole nicht einfach zum Selbstzweck gegründet wurde, damit eine Gruppe von Pädagog:innen sich damit ein schönes Leben in den Schweizer Alpen mit einem grossen Skigebiet in der Nähe sichern kann.

Der Sinn und Zweck der "Ecole d'Humanité", der "Schule der Menschheit" von Paul Geheeb war ursprünglich, gemäss seinem Willen, ein viel grösser. Das Ziel war etwas, das heute Teil einer zwar sehr langsam aber sicher grösser werdenden Bewegung geworden ist. Eine Bewegung, die viel grösser ist als bloss Reformpädagogik und weit darüber hinausgeht. Ja viel grösser sogar als Pädagogik und Schule überhaupt.

Das eigentlich Ziel der Ecole von Paul Geheeb war ein Teil der heutigen Bewegung hin zu artgerechtem Leben für Menschen in Gemeinschaft, in welcher der Mensch zu seiner wahren Natur und seiner vollen Kraft und Grösse findet. Und zwar eben nicht nur exklusiv nur für die Lehrer:innen und Pädagog:innen an der Ecole, sondern für alle Menschen, für die ganze Menschheit! Dieses Ziel wird heute an der Ecole nicht mehr geteilt, bzw. ist dort auch gar nicht mehr bekannt oder wichtig. Es wird aber von einer ganz neuen Bewegung ganz ausserhalb der Pädagogik geteilt. Und diese Bewegung bekommt jedes Jahr mehr Traktion, mehr Anhänger:innen und mehr Gemeinschaften.

Paul Geheeb glaubte nicht dass die Ecole nach seinem Tod weiter würde bestehen können und damit hatte er letztlich auch recht, auch wenn der "Körper" der Ecole seit 1998 noch "künstlich beatmet" und am Leben gehalten wird. Dass völlig unabhängig von der Ecole eine Bewegung entsteht, die genau auch das will was er wollte, das hätte sich Paul Geheeb in seinen kühnsten Träumen nicht träumen können. Die Rede ist von der Bewegung dass immer mehr Menschen artgerecht in Kommunen und Lebensgemeinschaften wohnen und leben möchten, in denen alle Ziele Paul Geheebs möglich werden und oft in die Praxis umgesetzt werden. Paul Geheeb wäre überglücklich gewesen mit dieser Entwicklung.

Vor dem seelischen oder geistigen Tod der Ecole ca. 1999, machten Armin Lüthi und seine Frau (und Edith Cassirer) der Prophezeiung von Paul Geheeb, dass die Ecole ohne ihn nicht würde weiter bestehen können zuvor aber noch für viele Jahre einen dicken "Strich" durch die Rechnung. Ihnen (und vielen anderen) habe ich es zu verdanken dass ich die Werte und Ideale von Paul Geheeb als Kind noch selbst in den frühen 80er Jahren am praktischen Beispiel der damals noch recht integren Ecole kennenlernen durfte.

Armin Lüthi und seine Frau Natalie Peterson
Bild dank: Unbekannt Armin Lüthi und seine Frau Natalie Peterson, ca. 1983.
Armin Lüthi (1927 - 2013) betrieb zusammen mit seiner Frau Natalie Peterson (1926 - 2012) die Ecole d'Humanité nach dem Tod Paul Geheebs von 1961 bis 1995 sehr erfolgreich gemäss den Zielen Paul Geheebs weiter. Das war ein ausserordentlich grosser Glücksfall, denn es kam zwischen Paul Geheeb und Armin zu einem grossen Streit der wohl zur Trennung geführt hätte wenn Edith Cassirer Armin nicht zurück an die Ecole geholt hätte. Paul Geheeb fühlte sich von Armin allem Anschein nach nicht respektiert weil Paul angeblich eine "Mitarbeiterin" (eine weibliche Lehrerin) kurz vor Weinachten fristlos entlassen wollte. Armin verstand das nicht, hielt die Mitarbeiterin ganz im Gegenteil für ausgezeichnet und hat sich deswegen offenbar stark gegen deren Entlassung und somit gegen den Willen Geheebs eingesetzt.

Trotz dieser unschönen Tatsache hatte Armin einen enormen, vermutlich fast "heiligen" Respekt vor dem Werk Paul Geheebs, vor der von Paul geschaffenen "Ecole d'Humanité". Das lag daran, dass Armin Lüthi selbst als Schüler unter der normalen staatlichen Schule gelitten hatte und in seinem Werdegang zum Lehrer dann mehrmals den direkten Vergleich zwischen den normalen Staatsschulen und der Ecole hatte. Der sehr starke Kontrast den Armin dabei sah, führte direkt zum ausserordentlichen Respekt den Armin für die Ecole d'Humanité hatte wie sie Paul Geheeb geschaffen hatte. Genau dieser Respekt führte dann dazu, dass Armin die Ecole nach dem Tod von Paul Geheeb von 1961 bis 1995 nicht einfach irgendwie, oder gemäss eigenen oder anderen Zielen und Werten, sondern sehr nahe und authentisch gemäss den Zielen und Werten Paul Geheebs weiter betrieb. Dabei kam ihm auch sehr zu Hilfe, dass er Paul Geheeb und dessen Wirken nicht nur selbst erlebt hatte, sondern auch dass an der Ecole in jenen Tagen auch noch viele Menschen waren und teilweise stark wirkten, die Paul Geheeb selbst ausgesucht hatte, bis 1982 insbesondere auch seine geliebte Frau Edith Cassirer, oder die Paul Geheeb zu seinen Lebzeiten zumindest noch selbst gekannt und so einen sehr grossen Respekt vor ihm hatten.

Die Ecole d'Humanité wie sie von Paul Geheeb und Edith Cassirer aufgebaut worden war, war seit ihrer Gründung 1934 ein Gegenmodel, eine 'Alternative' zur vorherrschenden Gesellschaft und zur vorherrschenden öffentlichen Schule. Armin Lüthi mochte das Wort "alternativ" allerdings gar nicht, denn es drückt die hoffnungslose, antiautoritäre, eigentlich alles ablehnende und damit letztlich auch verantwortungslose "Make love, not war!" Mentalität der Hippies aus den 1968er Jahren aus. "Freier, verantwortungsloser Sex und Drogen für alle!" - Ohne jegliche Verantwortung. - Insbesondere auch nicht gegenüber den Kindern die daraus entstehen. Damit hatte die Ecole (von der persönlichen Einstellung einiger Mitarbeiter/innen einmal abgesehen) eigentlich nie etwas am Hut. Zumindest nicht unter Paul Geheeb und Armin Lüthi.

Die Gegenmodelle, welches die Ecole d'Humanité der restlichen Gesellschaft und der restlichen (öffentlichen) Schule gegenüberstellt sind, je nachdem wer an der Ecole gerade das Sagen hat, entweder eine gute Idee oder aber, wenn es sich dabei nur um falsche Heuchelei handelt nach der selbst die Ecole und ihre Leitung nicht leben, nur um eine (allenfalls gute) Lüge. - Vielleicht sogar nur eine schlecht Lüge.

Ob es sich bei der Ecole um eine Idee, vielleicht eine gute, oder nur um eine Lüge handelt, hängt zu einem ganz wesentlichen Teil von dem Mensch oder den Menschen ab, welche die Ecole leiten und dafür Verantwortung übernehmen (oder eben nicht). Die Ecole ist in diesem Sinne wie ein grosses Schiff: Wohin es fährt und ob es überhaupt ein Ziel hat, oder ob es nur im Winde daher treibt und mit der Strömung geht und sich so hofft über Wasser zu halten, das hängt genau wie bei einem Schiff vom Kapitän ab! Wenn die Ecole ein Ziel hat, ein legitimes, dann verkörpert sie eine Idee, vielleicht sogar eine gute. Wenn die Ecole sich aber nur von den Strömungen und vom Wind dahin treiben lässt, ohne ein Ziel auf das der Kapitän mit aller Kraft und allem Glauben hinsteuert, verkommt sie mit all ihren schönen "Werten", die dann nichts mehr sind als hole Floskeln die missbraucht und instrumentalisiert werden, zu einer blossen Lüge. Jeder und jede der oder die diesem "Schiff" sein oder ihr Leben anvertraut muss dann damit rechnen, dass er oder sie, je nach Strömungen und Winden, vermutlich nie ankommen wird.

Das "Schiff" Ecole besteht hauptsächlich aus drei Dingen: Menschen, Strukturen und Häuser. Dabei sind die Menschen sehr viel wichtiger als man dies realisiert und wahrhaben möchte. Es kommt in der Ecole ganz entscheidend auf die Qualität der Menschen an, insbesondere in der Leitung. Die Leitung steuert was für Menschen an die Ecole kommen und damit welche Art von Menschen die Ecole ausmachen, prägen und deren Ziele und Werte leben und umsetzen. Und somit nicht nur wie, sondern ob das überhaupt (noch) getan wird! Und das ist eben entscheidend für die Frage, ob die Ecole eine Idee ist oder eine Lüge. Ob und wie die Ziele und Werte Paul Geheebs wirklich (noch) gelebt und umgesetzt werden, nicht wie sie im Internet oder in Prospekten geheuchelt, vorgetäuscht und behauptet werden.

Zu Zeiten von Paul Geheeb und Armin Lüthi und deren Frauen waren ausgesprochen gute Menschen an den Hebeln der Macht in der Ecole. Charakterstarke Menschen welche der Vorstand der Ecole Genossenschaft im Spiel um die Macht an der Ecole nicht einfach <ausschliessen>, aushebeln und eliminieren konnten. Auch wenn damals vielleicht noch bessere Zeiten waren, hatte es im Vorstand der Ecole bestimmt schon zu Zeiten von Paul Geheeb und Armin Lüthi kleinkarierte und egoistische Machtmenschen, teilweise vermutlich mit einer Pennälermoral gehabt, die keine starke Führungsperson, keinen selbstbewussten und somit auch verantwortungsbewussten Kapitän neben sich an der Spitze der Ecole wollten. Doch Paul Geheeb, den Gründer der Ecole, sowie seine Frau, Edith Cassirer konnten solche Machtmenschen natürlich (noch) nicht verhindern. Auch den ersten Nachfolger auf Paul Geheeb, Armin Lüthi konnten sie noch nicht verhindern, weil dieser direkt von Edith Cassirer, der damals noch lebenden Frau von Paul Geheeb eingesetzt worden war. Das galt. Ihr Wort stand damals noch über dem heute von Machtgelüsten, verantwortungslosem Egoismus, von Eitelkeit, Geltungssucht und Pennälermoral durchtriebenen Vorstand der Ecole Genossenschaft. Sie konnten von diesem noch nicht verhindert werden und haben entsprechend die Ecole von 1934 bis 1995 stark oder gar essentiell geprägt.

Paul Geheeb wollte selber eigentlich nie Direktor sein. Mit anderen ging es einfach nicht weil er zu starke und klare eigene Ideen hatte. Man nannte seine Schule, weil er sie so anders und so unkonventionell leitete, die "Schule ohne Direktor". Trotzdem sorgte er an den entscheidenden Schlüsselstellen immer konsequent dafür, dass die Schule ihre Integrität, ihre Ziele und ihre Werte wie von ihm definiert behielt. Er glaubte eben an seine Idee. Eines seiner Lieblingszitate von Goethe war: In der Idee leben heisst, das Unmögliche behandeln als ob es möglich wäre! Er sagte auch oft: An mir ist nichts, wenn es nicht ohne mich geht. Insofern haben die neue Leitung und der Vorstand der Ecole vielleicht recht, vielleicht war an Paul Geheeb (und an Armin Lüthi) wirklich nichts.

Armin Lüthi betonte vor 1995 immer wieder, die Ecole hätte nicht bessere Lehrer, aber ein besseres Organisationskonzept. Das stimmte zwar, dabei vergas er aber etwas ganz entscheidendes: Dass die Ecole darüber hinaus auch noch einen besseren Leiter hatte! Ihn selbst! Das ist typisch für seine Bescheidenheit, auch wenn sie hier nicht hilft. Einen der mit Menschen umgehen, sich Kritik anhören und mit Konflikten umgehen konnte! Und das ist essentiell! Eigenschaften die an der Ecole heute vollständig fehlen, weil sie eben mit charakterstarken Menschen zusammenhängen, welche heute an der Ecole grundsätzlich unerwünscht sind. Dies weil sie die bestehende Ecole-Clique um ihre in langer Zeit gierig an sich gerafften Privilegien, persönliche Arbeitsplatz-Sicherheit und Macht bringen könnte.

Zitat, Armin Lüthi, 2008: Wir hatten immer wieder Glück mit den Menschen, die sich uns anschlossen. Glück ist nicht das Resultat von Leistung - es fällt einem zu. "Zugefallen" ist Armin Lüthi im Gegensatz zu all seinen Nachfolger/innen in der Leitung und im Vorstand der Ecole, dass er im Gegensatz zu diesen mit Menschen reden konnte und das Gespräch nicht nur zuliess, sondern sogar suchte. Und zwar nicht obwohl es Kritik oder einen Konflikt gab, sondern genau im Gegenteil, weil es Kritik oder einen Konflikt gab! Dann erst recht! Diese Eigenschaft des führungsstarken Leiters der Ecole machte die Ecole auch nach Paul Geheeb's Tod zu etwas ganz besonderem und wertvollem. Es bewahrte deren Integrität.

Armin Lüthi hatte die heute kläglich fehlende Fähigkeit, dass er mit Kritik und Konflikten umgehen konnte, anstatt ihnen wie das heute ganz offiziell gemacht wird, auszuweichen oder sie zu unterdrücken suchte. Keiner und keine seiner Nachfolger/innen konnte das (Ausnahme evtl. K.C. Hill bei ihm bin ich mir darüber noch nicht im klaren). Nicht einmal sein eigener Sohn. Diese Eigenschaft von Armin muss folglich mit seinen ganz persönlichen Lebenserfahrungen zu tun haben. Damit, dass er im eigenen Leben selbst eben auch sehr grosse Ungerechtigkeit, gerade auch in der Schule erfahren hatte. Ohne diese Erfahrung geht es nicht! Das war auch bei Paul Geheeb so.

Auch dass Armin Lüthi so bescheiden war und sich selbst, trotz seiner Macht als von Edith Cassirer selbst eingesetzter Leiter der Schule niemals als etwas besseres oder höheres als andere Menschen erachtete (er lies sich ganz bewusst von allen Schülern, selbst vom kleinsten Knirps duzen, ohne dabei jeglichen Respekt vor seiner Person einzubüssen!) war essentiell, denn ohne das sind Egalitarismus und das Fehlen von Hierarchien, eben ein gemäss Paul Geheeb 'machtfreier Raum' nicht möglich! Diese Haltung fehlt heute vollkommen! Sie ist schlicht nicht mehr auffindbar. An der ganzen Schule. So als hätte sie nie existiert.

Armin war sich aufgrund dieser inneren Haltung nie zu schade das Gespräch mit jemandem zu suchen oder einzugehen. Und zwar nicht nur wenn es ihm bequem war, sondern insbesondere dann, wenn einen Konflikt gab! Im Gegenteil, dann erst recht! Das war wahres Verantwortungsbewusstsein. Nicht nur gegenüber der Schule, sondern auch gegenüber jedem einzelnen Menschen. Das eigene Erleben von Ungerechtigkeit, wie Armin Lüthi es in seiner Kindheit und Jugend erlebt haben musste, und vermutlich nur das, schärfte ihm das Ohr und die Weisheit, hinter Kritik und Konflikten Unrecht und Missstände zu suchen und dann auch zu erkennen. Eine zwingende Voraussetzung, neben einem reifen Verantwortungsbewusstsein und der Bescheidenheit sich selbst nicht als etwas besseres zu erachten, um mit der nötigen Sorgfalt und Verantwortung mit Kritik und Konflikten umgehen zu können. Und das heisst eben, das Gespräch zu suchen, aktiv und wirklich interessiert im Gegenüber, anstatt es aus Bequemlichkeit, Leichtsinn oder Ich-Bezogenheit abzulehnen oder sich davor zu drücken.

Zitat, Paul Geheeb, 1910, Eröffnung der Odenwald-Schule:

Nicht bequemer wollen wir's euch machen - nein schwerer; insofern wir euch höhere Ziele stecken und grössere Ansprüche an eure Einsicht, an eure Initiative, an eure Energie, an euer vernünftiges Wollen stellen.

Armin Lüthi glaubte an die Ecole und die Ziele von Paul Geheeb und hatte darüber hinaus wichtige eigene Lebenserfahrung und Menschenkenntnis. Er wusste, dass die unbequemsten Menschen, gerade die, welche Kritik üben, nicht immer die schlechtesten sind. Mehr noch, manchmal sind es sogar die, welche er selbst nach seinen Idealen und Prinzipien, und jenen von Paul Geheeb ausgebildet hatte, Zitat, Armin Lüthi: Ich höre immer wieder, dass unsere ["ehemaligen" - Anmerkung Mark Schmid] Schüler nicht bequem sind, dass sie sich zu wehren wagen.
Diese grundlegende Eigenschaft der Ecole und Ihrer Schüler wird seit dem Tod von Armin Lüthi nicht mehr als Bestandteil der Ecole verstanden oder anerkannt. Zumindest nicht von der Leitung und dem Vorstand der Genossenschaft. Und das führt eben zum seelischen Tod der Ecole.

"Glück haben mit Menschen" alleine, wie Armin im zuvor erwähnten Zitat gesagt hatte, reicht eben nicht aus, um immer wieder an gute Menschen für die Ecole zu kommen. Man muss das Glück, bzw. die guten Menschen auch erkennen und einzubinden wissen. Aus Dummheit, Ignoranz, Bequemlichkeit oder Machtdenken werden Menschen mit einer guten Vision und guten Beiträgen für die Ecole heute nicht nur abgewiesen, sondern schon gar nicht einmal mehr angehört. Davon abgesehen, dass das respektlos ist und entsprechend behandelte Menschen weder achtet, noch ihnen mit Toleranz begegnet, ist es ein Ausdruck von Unreife, Eitelkeit und Verantwortungslosigkeit. Dazu ein Beispiel.

Ich wurde 2016 bei einer Anfrage an die Ecole von einer Person, welche die Ecole offiziell nach Aussen hin vertrat und die vom Vorstand der Genossenschaft aus finanziellen Gründen sehr bevorzugt behandelt worden war respektlos, ohne Achtung und intolerant behandelt. Dies weil ich mich als jemand zu erkennen gegeben hatte, der finanziell sehr knapp dran ist und weil ich Kritik an zwei Missständen der Ecole damals geübt hatte, wofür allem Anschein nach genau diese Person zuständig war (was ich aber nicht wusste und auch nicht wissen konnte). Im Anschluss darauf wurde ich von dieser Person sehr respektlos, ohne Achtung und intolerant behandelt. Das widersprach nicht nur den grundlegenden Werte der Ecole wie ich sie kannte, sondern ich wusste auch gar nicht warum ich so schlecht und unfair behandelt wurde. Als ich dafür eine Entschuldigung verlangte und diese ausblieb, beschwerte ich mich bei der Leitung der Ecole über diese Person und ihr Verhalten mir gegenüber. Immerhin war diese Person ja die offizielle Vertretung der Ecole nach Aussen hin und wenn sie die Menschen so ohne Respekt, Achtung und Toleranz behandelte wie sie mich behandelt hatte, so dachte ich, müsse das die Ecole eigentlich interessieren.

Die Leitung der Ecole antwortete auf meine Beschwerde aber ganz einfach gar nicht. Ich wandte mich deswegen an den Vorstand der Ecole Genossenschaft. Dieser reagierte schliesslich. Anstatt auf meine Beschwerde einzugehen wurde der Spiess aber einfach umgedreht. Anstatt sich bei mir für die schlechte Art der Behandlung durch die Ecole zu entschuldigen, oder zumindest das Gespräch mit mir zu suchen was denn geschehen sei, wurde ich einfach zum Täter gemacht: Ich würde die entsprechende Person respektlos, ohne Achtung und intolerant behandeln weil ich mich über sie (ihn) beschwere. - Was ich ja tatsächlich getan hatte, zu recht. In der Folge wurde ich (als ehemaliger Schüler) von der Ecole ganz einfach ausgeschlossen. Man verweigerte mir nicht nur pauschal oder mit fadenscheinigen Ausreden die Mitgliedschaft in der sonst eigentlich für alle offenen Genossenschaft (nachdem ich zuvor schon einmal ein- und aus Protest über diese Behandlung wieder ausgetreten war), sondern man lehnte mir gegenüber auch ein offenes und unvoreingenommenes Gespräch darüber was geschehen war ab, sowie auch jede andere Form von Zusammenarbeit.

Zitat, Email des Präsidenten des Vorstandes der Ecole Genossenschaft vom 17. Oktober 2020:

Ich schreibe Dir im Namen des Vorstands der Ecole Genossenschaft.
Uns wurde mitgeteilt dass Du den Antrag auf Mitgliedschaft stellen möchtest. Du wurdest vor einigen Jahren bereits in die Genossenschaft aufgenommen und hast nach relativ kurzer Zeit wieder Deinen Austritt erklärt.
Nach längerer Diskussion hat der Vorstand entschieden nicht auf Deinen Wunsch einzugehen.
Mit dem Austritt aus der Genossenschaft tut man kund dass man den Zweck und die Werte nicht mehr für unterstützungswürdig hält.
Aus diesem Grund sehen wir nicht dass eine erneute Mitgliedschaft eine dauernde Bereicherung im Sinn und Zweck der Genossenschaft mit sich bringen würde.
Mich persönlich stört die Art und Weise wie Du über Menschen redest und ihnen Verständnis und Kompetenz in Bezug auf die Ecole absprichst.
Ich bin seit Jahrzehnten mit der Ecole eng verbunden und meine Wahrnehmung der Werte der Ecole beinhaltet gegenseitige Toleranz, Achtung und auch Respekt vor dem anderen.
[In anderen Worten, ganz genau jene Werte, über deren Fehlen ich mich von Anfang an beklagt hatte. - Anmerkung, Mark Schmid]

Armin Lüthi war ein Meister im Umgang mit Menschen, mit Konflikten und mit Kritik. Das strahlte auf die ganze Schule aus und hatte wegweisenden Charakter. Alle Mitarbeiter/innen wollten es ihm gleich machen. Sie nahmen sich an ihm ein Beispiel. Das machte die Ecole auch nach dem Tod von Paul Geheeb und Edith Cassirer zu etwas ganz speziellem und wertvollem. Es machte die Ecole zu einer Idee, vielleicht sogar einer guten, anstatt nur einer (gesellschaftlichen oder anderweitigen) Lüge. Und das war und ist alles-entscheidend und relevant. Hans Näf, Präsident des Ecole Vorstandes der Ecole Genossenschaft unter Armin Lüthi schrieb dazu 2008 in seinem Buch "Eine menschliche Schule - Die Ecole d'Humanité von innen gesehen" auf Seite 19, Zitat:

Wie menschlich und <vernünftig> die Ecole in vielen Dingen ist, merkt man erst, wenn man, wie ich damals, den grössten Teil seiner Zeit in anderen Institutionen zubringt und feststellt, wie schwierige das, was in der Ecole so leicht zu gelingen scheint, dort [damals, unter Armin Lüthi - Anmerkung Mark Schmid] oftmals ist. Ein Teil der Probleme liegt in störenden Strukturen [wie sie Geheeb mit der Ecole bekämpft hat - Anmerkung Mark Schmid]; der andere, oft übersehene, letztlich aber wichtigere Teil liegt in der mangelnden Erfahrung und Übung im Umgang mit Kritik und Konflikten. Wie gut die Ecole [...] in diesem Bereich war [...] wurde für mich [sogar als Aussenstehender - Anmerkung Mark Schmid] [...] 1995 sichtbar.

Am 30. Oktober 2020 entdeckte ich, nach ausführlicher Auseinandersetzung mit Paul Geheeb und seinen Zielen und Werten mindestens einen gravierenden, unter Umständen sogar mehrere Fehler im neuen "Qualitätsmanagement" der Ecole d'Humanité aus dem Jahr 1999. Da ich zu dem Zeitpunkt noch glaubte, die Ecole sei noch immer, wie unter Paul Geheeb und Armin Lüthi, eine Idee, vielleicht sogar eine gute, kontaktiert ich die Ecole per Email und teilt ihr das mit:

Sehr geehrte Ecole d'Humanité,
Ich bin ein von der Ecole d'Humanité Anfang der 1980er Jahre während 3 Jahren meiner Meinung nach erfolgreich gemäss den damaligen Werten und Zielen der Ecole d'Humanité ausgebildeter Mensch. Ich beschäftige mich seit 2016 intensiv mit der Ecole d'Humanité und seit kurzem auch mit deren Gründer, Paul Geheeb.
Ich glaube ich habe mindestens einen sehr gravierenden, evtl. sogar mehrere Fehler im Qualitätsmanagement der Ecole d'Humanité entdeckt.
Haben Sie eine Interesse an der Behebung von Fehlern?
Falls ja, wer ist bei Ihnen für das Qualitätsmanagement zuständig? Freundliche Grüsse, Mark Schmid

— Mark Schmid, 30. Oktober, 2020

Sowohl unter Paul Geheeb, wie auch unter Armin Lüthi hatte die Ecole ein ausgewiesenes Interesse am Beheben von Fehlern. Dafür war unter anderem extra die Schulgemeinde eingerichtet worden in der jeder, auch alle Kinder eine Stimme hatten. Und zumindest in meiner Schulzeit in den 80er Jahren unter Armin Lüthi wurde an der Ecole noch eine offene Gesprächs- und Fehlerkultur nicht nur gelebt, sondern auch äusserst aktiv und von fast allen gepflegt! Das war und ist eines der essentiellen Elemente, welches die Ecole als eine Idee von der Ecole als (gezielte) Lüge unterscheidet!

[...] ich beschränke mich auf den Hinweise, dass sie [die Familienorganisation - Anmerkung Mark Schmid] die unentbehrliche Grundlage für eine der wichtigsten und charakteristischsten Einrichtungen unseres Schulheimes ist, nämlich die Schulgemeinde als Verfassung unserer Gemeinschaft.
— Paul Geheeb, 14. April 1958

In dieser Gemeinschaft leben wir wie Brüder und Schwestern miteinander, jeder, unbewusst oder bewusst, erfüllt von der Idee höchster Menschlicher Entwicklung; diese Gemeinschaft ist durchströmt von gegenseitiger Liebe, von dem leidenschaftlichen Streben, einander zu verstehen und zu helfen. Jedes ihrer Mitglieder, alt und jung, ohne eine untere Altersgrenze, trägt grundsätzlich mit an der schweren Verantwortung für den einzelnen selbst und für das Wohl der Gesamtheit; abgestuft ist der Grad der Verantwortung nach den Fähigkeiten und der menschlichen Reife jedes einzelnen. [...] Unermüdlich werden wir suchen und ringen, um zu diesem Zwecke, immer wirkungsvollere, immer vollkommenere Organisations- und Lebensformen zu finden und zu schaffen.
— Paul Geheeb, 1934

Auf meine Anfrage, dass ich einen Fehler im Qualitätsmanagement gefunden habe und ob die Ecole ein Interesse am Beheben von Fehler habe, antwortete die Ecole noch am selben Tag, am 30. Oktober 2020, Zitat:

Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Angebot.
Für das Qualitätsmanagement ist die Leitung zuständig.
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, haben aber unsererseits kein Interesse an Ihrem Angebot und möchten Sie freundlich bitten, von weiteren Anfragen abzusehen.


Paul Geheeb und Edith Cassirer waren starke Führungspersonen die dafür sorgten, dass die Werte und Ziele der Ecole eingehalten und von möglichst allen gelebt und gepflegt wurden. Armin Lüthi und Natalie Peterson die von Edith nach Paul Geheeb als Leiter eingesetzt worden waren, waren ebenfalls starke Führungspersonen die dafür sorgten, dass zumindest die Werte von Paul Geheeb eingehalten und gelebt und gepflegt wurden. Nach Armin fehlte dann aber eine starke Führungsperson welche diese fundamental wichtige Aufgabe übernehmen konnte. So wie Paul Geheeb es vorausgesehen hatte. Ohne Paul Geheeb und ohne Armin Lüthi und deren Frauen konnten der Vorstand der Ecole Genossenschaft und die Mitarbeiter/innen wie unerzogene Kinder mehr oder weniger tun und lassen was sie wollten. Und das taten sie auch. Sie wollten ihre neue Macht, ihre Übermacht über die Ecole und ihre Privilegien danach nie mehr abgeben. Wie eine Gewerkschaft die ihren Arbeitgeber kaputt macht. Mehr noch, weil Edith Cassirer nicht mehr da war, fehlte an der Ecole auch jemand der oder die dem Vorstand der Ecole, sowie den Mitarbeitern eine neue, starke und gute Führungsperson, einen charakterstarken Menschen mit guten inneren Werten vorsetzen und so Macht und Verantwortung an der Ecole wieder zusammenbringen konnte. Jemand, der oder die die essentiell wichtige Aufgabe des Garantierens der Einhaltung der Ziele und Werte von Paul Geheeb mit der dafür nötigen Sorgfalt, mit den dafür nötigen zeitlichen und emotionalen Investitionen, und der nötigen Seriosität und Ehrfurcht übernahm und damit automatisch auch die Macht sowohl des Vorstandes der Ecole Genossenschaft, wie auch der langjährigen Mitarbeiter/innen wieder auf das viel kleinere, aber gesündere Mass zurückband, mit welchem sie unter Paul Geheeb und Armin Lüthi und deren Frauen sich noch hatten begnügen müssen.

Was für die Kinder gilt und gut ist, das gilt auch für Erwachsene! Insbesondere an der Ecole d'Humanité, der Schule der Menschheit! Diese Tatsache und damit grundsätzlich der Egalitarismus wird an der heutigen Ecole nicht mehr gelebt oder berücksichtigt. Zumindest nicht am Kopf der Ecole, im Vorstand und in der Leitung! Und der Fisch stinkt ja bekanntlich vom Kopf her. Damit wird an der Ecole die Verantwortung abgelehnt, die zwingend jemand an der Ecole tragen müsste. Die Verantwortung, weiterhin die Schule der Menschheit zu sein, und nicht bloss die Schule an der man selbst einfach einen bezahlten Job hat, oder wo man selbst glücklicherweise die letzten 50 Jahre seines Lebens verbringen konnte.

Durch das Nicht-Realisieren dieser Verantwortung ist die Ecole heute keine Idee mehr, kein Projekt zur Verbesserung der Welt und der Menschheit, sondern nur noch eine Ansammlung von Lehrern und Lehrerinnen, die vielleicht einen guten Job machen wollen, und das vielleicht auch tun, die aber weder die Welt (damit) verbessern, noch die Ziele und Werte von Paul Geheeb verteidigen oder aufrecht erhalten wollen. Das macht die Ecole zu einer Lüge. Zum reinen Selbstzweck derjenigen Menschen die gerade dort sind, die Macht inne haben und mit der Ecole ein Einkommen oder ein Leben auf dem Hasliberg erzielen wollen. Das ist Verrat an der Sache. Ein Verrat an Paul Geheeb und an der Ecole d'Humanité. Damit geht es nur noch darum, den eigenen Arbeitsplatz oder die eigene Position an der Ecole zu sichern - auf Kosten von und in Konkurrenz zu anderen. - Und damit um Macht. Und darüber hinaus vielleicht noch, falls die Umstände es zulassen, möglicherweise einen guten Job mit den aktuellen Kindern zu machen. Falls nein, Pech. Das grössere Bild, der ganze Kontext in dem das alles steht, in dem das alles überhaupt einen Sinn macht, der geht dabei unweigerlich verloren. Wenn jeder nur noch für sich schaut und niemand mehr das grössere Bild versteht oder verteidigt, es lebt und umsetzt, gerade und insbesondere gegen aussen, nicht nur gegenüber den aktuellen Kindern, und damit zwingend auch gegenüber allen ehemaligen Schüler/innen, - oder sich auch nur schon dafür interessiert, dann wird alles, die ganze Ecole zu einer sinnlosen Übung im oberflächlich vorgetragenen, im geheuchelten, letztlich aber gelogenen "Bessermensch-sein-wollen".

Zeit investieren, wie Armin Lüthi und Paul Geheeb und deren Frauen das getan hatten will (oder kann) heute keiner mehr. Das ist das Ende der Ecole. Es soll nur noch bequem sein für die heutigen Menschen an der Macht, die heutige Leitung und den heutigen Vorstand der Genossenschaft. Kritik anhören braucht man sich heute nicht mehr in der Leitung und im Vorstand. Das gehört, wie vieles Unbequemes, gemäss ihnen der Vergangenheit an! Das hat man (mit Stolz!) abgeschafft! Früher musste man das noch, heute ist das zum Glück (vermeintlich) aber nicht mehr so. Das gehört aber zwingend zum Job dazu! Davor drücken sich die Menschen an der Macht in der Ecole heute, einfach weil sie es können und dafür keine persönlichen negativen Konsequenzen befürchten müssen. Paul Geheeb ist ja schliesslich schon lange tot und von ihm oder sonst jemand können deswegen nicht von ihrer Position enthoben werden. (Paul Geheeb hat an der Ecole sehr konsequent Leute bestraft die seinen Zielen und Werten entgegen handelten!)

Wenn der Ecole durch solche fehlendes Engagement der Menschen die an der Macht sind heute ein Nachteil oder gar ein Schaden entsteht, dann haften ja nicht etwa sie, diese Menschen persönlich dafür, sondern ganz ähnlich wie in einer Wohngemeinschaft, die Ecole im Kollektiv! Dann ist "keiner" Schuld. Macht ausüben an der Ecole ist damit ein Null-Risiko-Job geworden und umso heisser begehrt. Wenn man so einen Job oder so eine Position einmal hat, macht man sich entsprechend nicht die Mühe die sich Paul Geheeb und Armin Lüthi und deren Frauen damals noch gemacht haben. Warum auch? Bei dem kleinen Lohn? Ist ja nicht mein Lebenswerk sagen sich die Menschen die heute an der Macht sind in der Ecole! Man hat heute ja schliesslich besseres und spassigeres zu tun! Und die hatten damals ja auch noch gar keine Handys und Computer, also kann man das gar nicht vergleichen wenn die sich noch für alles Zeit nehmen und Kritik anhören konnten.

Wer dies nicht versteht, wer nicht versteht dass Macht, Verantwortung, und Kritik zusammengehören und kein Wunschkonzert oder ein Selbstbedienungsladen sind, der oder die versteht nichts von dem Job den er oder sie in einer Leitung oder einem Vorstand einer Institution angenommen hat. Das haben die Leitung und der Vorstand der heutigen Ecole "vergessen" oder nicht weniger schlimm, nie gelernt.

Mit einer Leitung und einem Vorstand die nicht mehr fähig sind, sich gut gemeinte und fundierte Kritik anzuhören, verhält sich die Ecole wie eine Schar verantwortungsloser Kinder. Wie eine Wohngemeinschaft, eine innerlich verwahrlosende, in der niemand Verantwortung übernimmt und jeder und jede nur an sich denkt und tut was ihm oder ihr gerade Spass macht. Es fehlt jemand wie Paul Geheeb oder Armin Lüthi und deren Frauen, der oder die das verhindert. Jemand der oder die dafür sorgt, dass die Ziele und Werte der ursprünglichen Ecole weiterhin eingehalten und gelebt werden (!), nicht nur gepredigt. Nicht nur auswendig gelernt werden. Ganz im Sinne von Goethes Sprichwort; In der Idee leben heisst, das Unmögliche behandeln, als ob es möglich wäre. Nur so tun als ob genügt eben nicht! Niemand will diese Aufgabe heute übernehmen. Und das ist die Schuld der egoistischen Menschen an der Ecole, die ihre Macht heute, oder genauer seit 1995 nicht teilen wollen. Das sind nicht primär nur neue Leute, sondern genauso auch solche die schon lange an der Ecole oder im Vorstand der Ecole sind oder waren. Sie reissen mit ihrem Egoismus, ihrer Unfähigkeit ihre Macht zu teilen, und damit die Verantwortung die sie selbst nicht wahrnehmen können oder wollen, die Ecole in den Abgrund. Wenn das grosse Bild, das grosse Ziel der Ecole verloren geht, dann wird die Ecole zu einer Lüge. Dann hat sie keinen Sinn mehr, ausser dem Selbstzweck. Ausser ein paar Lehrer/innen ein Einkommen zu sichern. Das ist der Verlust der Menschheit, mit dem ich nicht einverstanden bin.

Sowohl der Vorstand der Ecole, wie auch die Mitarbeiter wollen nicht dass man ihnen jemand starkes von ausserhalb der Ecole vorsetzt, der oder die diese wichtige Aufgabe realisiert. Also dass man ihnen jemand vorsetzt, so wie Paul Geheeb oder Armin Lüthi durch Eva Cassirer, der dafür sorgt, dass die Ziele und Werte von Paul Geheeb weiter gelebt und eingehalten werden. Stattdessen werden von den Menschen die jetzt an der Ecole an der Macht sind "Marionettenkönige" und "Marionettenköniginnen" eingesetzt. Vermeintliche "Leiter/innen", die eigentlich eine reine Stellvertreterfunktion haben und diese wichtige Aufgabe, selbst wenn sie es wollten, gar nicht realisieren können. Sie erfüllten einfach den "kleinsten gemeinsamen Nenner" der Wohngemeinschaft "Ecole", indem sie schwach sind und niemanden der jetzt die Macht inne hat auf die Zehen treten. Schwach sein und niemandem auf die Füsse treten ist für den Vorstand der Ecole, neben gesetzlichen Anforderungen, heute das wichtigste Selektionskriterium für neue Leiter/innen. Diejenigen die heute an der Macht sind in der Ecole wollen nicht mehr jemand der gegen den Strom schwimmen kann. Sie wollen es im Gegenteil "bequem" haben an der Ecole, nicht schwierig, wie damals unter Paul Geheeb: Nicht bequemer wollen wir's euch machen - nein schwerer; insofern wir euch höhere Ziele stecken und grö▀ere Ansprüche an eure Einsicht, an eure Initiative, an eure Energie, an euer vernünftiges Wollen stellen. - Paul Geheeb, 1910.

Was für die Kinder, für die Jugend gilt, das muss, insbesondere an der Ecole, auch für die Erwachsenen, zuallererst für die Verantwortlichen, für die Leitung und den Vorstand gelten. Zum Beispiel also auch, dass diese gegen den Strom schwimmen können:

Die Jugend soll zu tapferen Kämpferscharen erzogen werden, die sich nicht feige in die Welt, die in vielen Hinsichten immer verderbt ist, hineinfügen, sondern gelernt haben, gegen den Strom zu schwimmen, der Mode und Konvention auf äusseren und geistigen Gebieten und allem, was jeweils <modern> genannt wird, souverän gegenüberzustehen, entschlossen Front zu machen gegen die besonderen Unarten und Entartungserscheinungen jeder Zeit und ihr ganzes Leben hindurch, bis zum letzten Atemzug, um eine immer vollkommenere Gestaltung ihres Menschentums zu kämpfen! Jeder Jüngling, jedes Mädchen lernt im Landerziehungsheim ["in der Ecole vor 1995" - Anmerkung Mark Schmid], als verantwortungsvolles Glied einer kleinen Gemeinschaft zu leben, um als Staatsbürger ["als Ecolianer" - Anmerkung Mark Schmid] später mit voller Hingabe dem Wohle der Nation ["der Ecole oder einer anderen guten Sache" - Anmerkung Mark Schmid] zu dienen. So soll die neue Jugend ["die ehemalige, von der Ecole ausgebildete Jugend" - Anmerkung Mark Schmid] weit über den Rahmen ihrer Heime ["der ehemaligen Ecole" - Anmerkung Mark Schmid] hinaus wirken zur völligen Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft [", also der ganzen Welt" - Anmerkung Mark Schmid]!
— Paul Geheeb, 1930

Weil nach Paul Geheeb und Armin Lüthi und deren Frauen nach 1995 ganz offensichtlich und schmerzlich bemerkbar niemand mehr die Verantwortung für das Einhalten der Ziele und Werte Paul Geheebs und seiner Schule der Menschheit übernehmen wollte, hatte ich 2016 die Idee ein Gremium ausschliesslich aus (allen) ehemaligen Schülern für diese essentiell wichtige Aufgabe zu schaffen. Weil diese eben nach genau diesen Werten erzogen wurden und sie somit aus eigener Erziehung kannten. Also exklusiv aus den Menschen, die als einzige auf der Welt exklusiv nach diesen zu fördernden Werten von Paul Geheeb bis 1995 erzogen worden waren. Selektions- oder Kontrollkriterium für die Mitarbeit an dieser essentiell wichtigen Aufgabe sollte also nicht wie jetzt sein, dass jemand niemandem auf die Füsse tritt und möglichst gut mit dem heuchlerischen und immer falscher werdenden Strom mitschwimmen kann und auswendig gelernte Werte wie Verse "aufzählen" kann, sondern im Gegenteil, dass jemand selbst von der Ecole möglichst nach den Werten von Paul Geheeb erzogen und danach grundlegend geformt worden war. So wie Paul Geheeb das im obigen Zitat in aller Klarheit und Deutlichkeit ausgedrückt und gewollte hatte.

Auch in dieser Idee war ich von Paul Geheeb und seinen Werten geleitet:

Man erzieht zur moralischen Selbständigkeit dadurch, dass man auf die Gewissenhaftigkeit der Kinder vertraut, ihren Gemeinschaften eine weitgehende Selbstverwaltung zugesteht und dahin wirkt, dass die Disziplin sich aus den Kindern selbst entwickele, anstatt durch Vorgesetzte und Autorität von aussen erzwungen zu werden.
— Paul Geheeb, 1930

Als ich 2016 aus diesem Grund um ein Gespräch mit dem Vorstand der Ecole, konkret mit einem der Söhne von Armin Lüthi bat der diesen präsidierte, wurde das ganz eitel und überheblich abgewiesen. Als einfacher ehemaliger Schüler der Ecole verstünde ich von diesen Dingen nichts gab er mir zu verstehen: "Schuster bleib bei Deinen Leisten" antwortete er mir vom hohen Ross herab. Als ich in der Folge 2017 dann versuchte meine Idee selber, mit anderen ehemaligen Schülern umzusetzen, wurde dies ebenfalls vom Vorstand der Ecole, diesmal von einem langjährigen französischsprechenden Mitarbeiter der Ecole ganz gezielt sabotiert und im Keim erstickt, noch bevor jemand überhaupt wusste worum es mir eigentlich ging. Er heuchelte mir gegenüber zuerst Interesse an meiner Initiative um eine Einladung zu bekommen, und nahm mir dann im entscheidenden Moment, bei der Verabredung für das wichtige nächste Treffen, prompt sämtliche interessierte ehemaligen Schüler/innen ab, indem er behauptete, die Ecole würde von sich aus jetzt genau das was ich wollte selber machen und dass wir uns das erst einmal ansehen sollten bevor wir uns wieder treffen. Damit machte er meine Anstrengungen natürlich überflüssig und meine Initiative vermeintlich hinfällig. Und natürlich machte die Ecole nichts von dem was ich wollte aber das war dann zu spät. Als offiziellen Vertreter der Ecole und Mitglied sowohl der Leitung wie auch des Vorstandes der Ecole, sowie als ehemaliger Lehrer und somit Respektsperson haben die anderen Schüler/innen ihm das aber natürlich sofort alles geglaubt und meine Initiative deswegen fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel. Ich selber war ja genauso naiv, bzw. vertrauend gewesen und hatte ihn zu meiner Initiative ja auch völlig vertrauend eingeladen. Angesichts solcher Methoden fühlt man sich an die Methoden von Gustav Wynecken 1908 gegenüber Paul Geheeb erinnert, wie Edith Cassirer sie 1970 mit O. Kopp in einem auf Tonband aufgezeichneten Interview schilderte.

Nach dem Abgang aus der Leitung von Armin Lüthi und seiner Frau Natalie Peterson im Juli1995 verlor die Ecole d'Humanité das "Bewusstsein". 1998 hatte sie dann mehrere schwere "Hirnschläge" als einige Mitarbeiter der Ecole der Schule ein "Leitbild" geben wollten das "idiotensicher" sein sollte. Dieses war als Ersatz beabsichtigt für eine gute Führungsperson oder eine Institution welche fähig ist, die Einhaltung der Ziele und Werte Paul Geheebs zu garantieren. Später kam dann noch ein ebensolches "Qualitätsmanagement" zum gleichen Zweck hinzu. Statt "idiotensicher" waren diese Papiere, genau wie Noten in ihrer Wirkung aber natürlich das genaue Gegenteil. Sie zementierten die Idiotie. Paul Geheeb hätte gesagt den "Dünkel":

  1. Einerseits waren sie in gravierender Weise fehlerhaft und mangelhaft und verfehlten deswegen ganz einfach die Ziele von Paul Geheeb nicht nur um Meilen, sondern um Welten (wortwörtlich!). Das Geheeb-Archiv, welches die wahren Ziele und Werte von Paul Geheeb enthielt, hatte man dafür 2017 verschenkt. Dafür hatte man Dank dem neuen "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" der Ecole vermeintlich keinen Bedarf mehr.

  2. Zum anderen, selbst wenn das neue "Leitbild" und das neue "Qualitätsmanagements" der Ecole keine gravierenden Fehler und Mängel enthalten hätten: Wenn nicht mehr ein Mensch in Fleisch und Blut, oder mehrere Menschen für die Einhaltung der Ziele und Werte von Paul Geheeb verantwortlich ist oder sind, und diese auch aktiv und selbstmotiviert prüfen und ahnden, sondern nur noch ein totes, lebloses und zahnloses Papier, wer ahndet dann Fehler und Vergehen gegen diese Ziele und Werte? Das Papier? Ist da nicht viel mehr die sprichwörtliche "Geduldigkeit des Papiers" das wahre Motiv?

    Paul Geheeb wurde 1958 gefragt worin die Hauptaufgabe des Schulleiters bestünde und er antwortete:

    Ich war ängstlich darauf bedacht, nicht zu dulden, nicht zuzulassen, dass sich irgendwelche Gebräuche, irgendwelche Einrichtungen - etwa aus dem traditionellen Schul- oder Internatsleben - einschlichen, die für uns eigentlich keinen Sinn hatten, jedenfalls keine Notwendigkeit. — Paul Geheeb, 1958
Durch das Einführen des neuen "Leitbildes" und "Qualitätsmanagements" der Ecole wurde 1999 die fundamental wichtige Aufgabe der Kontrolle dass die Zeile und Werte von Paul Geheeb weiterhin gelebt und erhalten bleiben einem nicht nur völlig zahnlosen, sondern darüber hinaus auch sehr mangelhaften oder gar falschem schlichten "Papier" übergeben, dem im Gegensatz zu Menschen auch Fleisch und Blut fehlte. Die wahren Ziele und Werte von Paul Geheeb wurden in der Folge zu toten Buchstaben an die sich niemand mehr gebunden fühlte. Wenn sie überhaupt erst im neuen "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" berücksichtigt worden waren. Seit da steht nun ja (vermeintlich) alles da! Also ist Interpretieren und Verantwortung für eigenes Handeln übernehmen nicht mehr nötig! Gott sei Dank! Zumindest nicht für die Leitung und Direktion der Ecole. - Es war und ist ein Ablass-Handel auf der obersten Etage. Wenn ganz grundlegende Dinge falsch liefen, war niemand mehr verantwortlich. Stattdessen konnte man nun bequem einfach dem neuen Leitbild und Qualitätsmanagement die Schuld geben. Bequemer und verantwortungsloser ging es nicht mehr.

Armin Lüthi sagte 2008 zum Thema Entscheide, Zitat: Suchen wir eine Lösung, die pädagogisch, philosophisch, psychologisch und medizinisch zu verantworten ist, oder wollen wir mit einer Entscheidung unsere Not, unsere Müdigkeit, unseren Überdruss aufheben? Diese wichtige, meiner Meinung nach hier rhetorische Frage hat weisenden Charakter für das "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" der Ecole d'Humanité und letztlich für ihre Aufgabe, ihre Ziele und Werte und für ihr Überleben.

Wenn man auch die Ecole selbst als ein Kind ansieht, als ein unreifes Kind welches die Welt und die Menschheit noch nicht verändern konnte wie sie das laut Geheeb einmal soll, dann ist auch eine ganz entscheidende Erfahrung von Armin Lüthi bemerkenswert:

Eine schwerwiegende Erfahrung schon als Berufsanfänger 1948 in Goldern hat mich an diese Einsicht herangeführt. Ein Kind wird in der ["Lehrer" - Anmerkung Mark Schmid] Konferenz besprochen, weil eine betreuende Instanz einen Bericht erwartet. Als diplomierter Lehrer bin ich in der Lage, ein Kind sachlich richtig, objektiv, eindeutig und zuverlässig zu erkennen. Und siehe da: Eine Kollegin beschreibt das selbe Kind, aber einen völlig anderen Menschen, und eine dritte, vierte und fünfte Stimme ergänzt, widerspricht, bestreitet. Seither bin ich skeptisch gegenüber dem Bild, welches ich mir von einem Menschen mache.
— Armin Lüthi, September 2008 im Buch von Hans Näf

Diese Erfahrung machte Armin Lüthi gegenüber Menschen vielleicht so ausserordentlich bescheiden und zurückhaltend und so zum grossartigen Leiter der er war, auch in pädagogischer Hinsicht. Genau diese Bescheidenheit und Zurückhaltung ist auch gegenüber dem Kind "Ecole" angezeigt und zwingend nötig! Der Ecole "Noten" zu geben wie dies "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" tun und tun wollen scheint da nicht zielführend sondern ein Irrweg zu sein. Nicht nur weil man sich dann blindlings auf Noten verlässt, sondern auch weil keine Note die Wahrheit widerspiegelt.

Volker Dembinski, ein Mathematik Lehrer der Ecole sagte im Mai 2007 zum Thema Aushalten des Unzeitgemässen und Unverständlichen an der Ecole:

Es könnte das zukünftige, das Unverstandene sein. Ihre Mission dünkt mich, könnte die Ecole im <Sozialen> haben. Und da wohl nicht restlos gewusst wird, was <das Soziale> ausmacht, meditiere man die diesbezügliche Entwicklung der Schule. Dann wird es sich mit der Zeit hoffentlich immer deutlicher zeigen.

Genau dieses "Meditieren" unterbinden das neue, mangelhafte und begrenzende oder fehlerhafte Leitbild und Qualitätsmanagement der Ecole.

Da ab 1998 vermeintlich alles im neuen Leitbild stand oder vom neuen Qualitätsmanagement geregelt war, musste ab 1999, als diese in Kraft gesetzt wurden niemand mehr für nichts Verantwortung übernehmen oder darüber nachdenken. Man hatte ja jetzt ein Papier, oder zwei, die dafür verantwortlich waren und die man nach Bedarf ganz einfach "verarschen" oder "vergessen" konnte wenn einem der Sinn danach stand. Oder wenn man gerade keine Zeit hatte. Oder keine Lust sich daran zu halten. Paul Geheeb und Armin Lüthi waren ja nicht mehr da und dank den fehlerhaften und mangelhaften neuen Papieren brauchte es für diese nun glücklicherweise auch keinen unbequemen Ersatz mehr der Sündern und Sünderinnen auf die Zehen stand. Papier ist geduldig heisst es. Deswegen beliebt. Willkür war und ist die Folge: Willkür, eine Verwahrlosung der Ziele und Werte von Paul Geheeb - und Verantwortungslosigkeit diesen gegenüber - und damit letztlich der Hirntod der Ecole d'Humanité.

Das ist furchtbar bequem für die Leitung der Ecole und den Vorstand der Ecole Genossenschaft. - Hirntote Patienten erzeugen keine Konflikte mehr für das Pflegepersonal. Den eigenen Kopf gebrauchen, Zeit investieren, Verantwortung übernehmen und Ungewissheit, Gegensätze und Konflikte ertragen, aushalten oder kreativ lösen, all das ist dank "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" für die Leitung der Ecole und deren Vorstand nun nicht mehr nötig. Unnötige Relikte aus der "dunklen" Vergangenheit. Das gilt vielleicht nicht für die Kinder, die in Leitbild und Qualitätsmanagement der neuen Ecole wenigstens noch erwähnt werden, aber umso mehr für deren Vorbilder, für die Erwachsenen. Und da zuallererst für die, welche die Ecole leiteten und am meisten Verantwortung hätten übernehmen müssen. Kompetente Menschen die Paul Geheebs Ziele und Werte verstanden, teilten und deswegen auch verteidigten, brauchte es dank dem neuen Leitbild und Qualitätsmanagement "glücklicherweise" nun nicht mehr.

Armin Lüthi sagte im September 2008, Zitat:

Jede [unausbleibliche] Konsolidierung der äusseren, der <bürgerlichen> Existenz führt zu einem Verlust an Lebendigkeit und Kühnheit, an die Stelle der Vision tritt die Realität in all ihren Aspekten.

Mit "Konsolidierung der äusseren Existenz" meinte Lüthi die Rationalisierung, die "Industrialisierung" der Ecole wie sie das neue, mangelhafte Leitbild und Qualitätsmanagement der Ecole bewirken. Und mit "Realität" meinte er, wie Geheeb es nannte, die "verderbte Welt".

Für die Nachfolger von Armin Lüthi spielten die wahren Ziele und Werte von Paul Geheeb deswegen ab 1999, seit dem Inkrafttreten von Leitbild und Qualitätsmanagement aus diesen Gründen nur noch eine sehr nebensächliche Rolle. Etwa so wie das Schweitzerkreuz auf einem Taschenmesser "made in China". Wichtig für Marketing und Profit, aber letztlich nicht für die Qualität. Das erklärte auch warum 2017 das gesamte Geheeb-Archiv verschenkt wurde. Dass die Nachfolger Geheebs keinen Bedarf mehr an den wahren Zielen und Werten von Paul Geheeb haben kann deutlicher wohl kaum ausgedrückt werden. Das neue "Leitbild" welches die Werte, Ziele und Kultur der Ecole immer mehr ersetzte war das Ende der Ecole d'Humanité von Paul Geheeb (und Armin Lüthi und deren Frauen).

Im Juni 1999 trat das neue "Leitbild" und "Qualitätsmanagement" in Kraft und wie man am Verhalten der Ecole, insbesondere der Leitung und dem Vorstand der Ecole seit da sieht, bedeutet dies den "Hirntod" der Ecole d'Humanité. Die Seele, die Werte und Ziele welche die Ecole vor 1995 noch zu wesentlichen Teilen ausgemacht hatten, das was sie zu einer Idee anstatt bloss zu einer geschickten Marketing-Lüge machte, all das ist seit da verloren gegangen oder wurde abgeschafft oder verschenkt.

Ich (Mark Schmid) bin mit der Ecole verbunden, weil ich von Frühling 1982 bis 1985 als 11 - 14-Jähriger als Schüler dort war. Das hat mich sehr stark geprägt und, davon bin ich überzeugt, zu einem anderen, viel mutigeren Menschen werden lassen als wenn ich nicht dort gewesen wäre. Meiner Meinung nach bin ich dort erfolgreich gemäss den Zielen und Werten der Ecole d'Humanité erzogen und ausgebildet worden wie sie Anfang der 1980er Jahre dort noch existiert hatten. Ich stehe voll und ganz sowohl hinter der Erziehung die ich damals dort genossen habe, sowie auch hinter den Zielen und Werten Paul Geheebs und der Ecole wie sie während den 1980er Jahren an der Ecole d'Humanité noch gelehrt, gelebt und für wertvoll und wichtig erachtet wurden.

Leider ist von der Ecole d'Humanité und ihren Zielen und Werten wie sie vor 1999 existierte heute nichts mehr übrig. Das heisst, das ist nicht ganz korrekt, die "Schule" als Institution gibt es zwar noch. Sie hat auch noch den selben Namen, sie heisst noch immer "Ecole d'Humanité". Und sie ist auch noch am selben Ort, auf dem Hasliberg in den Schweizer Alpen. Einige der Häuser von damals stehen sogar heute noch. Und auf dem Papier, beispielsweise in der Werbung erwähnt sie sogar heute noch ein paar der Werte, für die sie sich ursprünglich einmal eingesetzt hatte. Sogar ein paar Strukturen in der Schule, wie etwa die Singgemeinde, keine Noten und ein paar weitere Merkwürdigkeiten gibt es noch. Sie werden wie Reliquien in einem Museum beibehalten, um an eine andere, eine vergangene Zeit und den damaligen Idealismus zu erinnern. Und sie werden wie Souvenirs in einem Souvenirladen für Touristen benutzt um Geld zu verdienen und Spenden einzutreiben. Leider ist das aber alles was die heutige "Schule", wenn sie diesen Namen denn überhaupt noch verdient, mit der "Ecole d'Humanité" von Paul Geheeb gemeinsam hat.


Hirntote Ecole im Sommer
Bild dank: Unbekannt Sicht auf den Körper der hirntoten Ecole (die Häuser rechts) auf dem Hasliberg in den Schweizer Alpen im Sommer, vermutlich 2013.

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English:

The Ecole d'Humanité


By: Mark Schmid, May 5th, 2021


Living in the idea means, treating the impossible as if it were possible! — J. W. Goethe

Turmhaus and Hasliberghaus 1933
Image thanks to: Unknown Before the Ecole moved to the Hasliberg, the two first and most important buildings of the Ecole d'Humanité on the Hasliberg, the Turmhaus and the Haupthaus (Hasliberghaus) still stood at the edge of the forest in 1933.
Originally, the "Ecole d'Humanité" was the "school of humanity" that was founded in 1934 by Paul Geheeb with the help of his second wife, Edith Cassirer (1885 - 1982). It was an exemplarily school and a living community, an international boarding-school in the style of the German "Landherziehungsheime" (country boarding-schools) which emerged as a result of German idealism and industrialization in the beginning of the 20th century. Its purpose was the education and bringing up of children and young people to become better humans, which as adults should then bring about a better society, that is more appropriate to human beings, an existence that is more appropriate to the species, and a life in living communities for all humans that is more appropriate for human beings. Just like they have learned and experienced it as children in the Ecole d'Humanité, Paul Geheeb's "School of Humanity". Thereby, according to the will and goal of Paul Geheeb, they should improve the world and human existence.

Turmhaus and Hasliberghaus about 1946
Image thanks to: Unknown The "heart" of the Ecole, the Turmhaus and the Haupthaus, about 1946, when the Ecole d'Humanité moved to the Hasliberg.
Ever since 1946 the "Ecole", which is how the school is called by many former students, is on the Hasliberg in the Swiss alps. After the "Odenwald-school" which was also founded by Paul Geheeb in 1910, the Ecole d'Humanité was the last school founded by Paul Geheeb. Paul Geheeb stayed in the Ecole until his death in 1961 and he continued to maintain and improve it and its values. Until its mental death or the death of its soul in 1999, the Ecole d'Humanité can be considered the coronation and conclusion of the valuable work of Paul Geheeb.

Paul Geheeb at the Ecole d'Humanité about 1948
Image thanks to: Unknown Paul Geheeb at the Ecole d'Humanité (behind the Haupthaus), about 1948.
Today the Ecole essentially is only a living community or a commune of about 20 - 40 teachers and pedagogues on beautiful Hasliberg. They finance their cost of living with the continuation of the former boarding-school of the Ecole for about 100 - 140 children and young people. The main focus thereby is no longer the goals or values of Paul Geheeb though, but primarily wealthy people from inside and outside of Switzerland who can finance the needs of the teachers and pedagogues. Everything is sacrificed to this goal.

Today the leadership of the Ecole isn't interested in the goals of Paul Geheeb anymore and even in the leadership, today he is often only known by name. After all, he's long dead and today's time and age just can't be compared with back then. They didn't even have cell phones back then! So today's times certainly can't be compared with back then. People today have completely different and much more urgent needs. So the original goals and ideals of the Ecole can easily be put on the scrap heap of history. One can then concentrate much better and without distractions on contemporary ideals, such as the maximization of income and profit.

The original purpose of the school, or the goals of its founder therefore supposedly, how convenient, have no more validity or legitimacy anymore today. What they were therefore is hardly known anymore today anymore and neither does it interest anyone. For instance, that the Ecole wasn't just founded as a means for itself, so a group of pedagogues can secure itself a nice life in the Swiss alps with a large ski resort in close proximity.

The purpose and goal of the "Ecole d'Humanité", the "School of Humanity" of Paul Geheeb originally was, according to his will, a much bigger one. The goal was something that today is part of a movement that, although very slowly, but therefore very surely is getting bigger and bigger. A movement that's much bigger than reform pedagogy and that goes far beyond it. Indeed, even much bigger than pedagogy and school in itself.

The actual goal of the Ecole of Paul Geheeb was part of today's movement towards a species-appropriate life for humans in communities, in which humans find their true nature and their full strength and greatness. And this certainly not just exclusively for teachers and pedagogues at the Ecole, but for all people, for all of humanity! This goal is no longer shared at the Ecole, or rather isn't even known or important at today's Ecole anymore. But it's shared by an entirely new movement completely outside of pedagogy and education. And this movement is gaining more and more traction, more supporters and more communities every year.

Paul Geheeb did not believe that the Ecole would be able to continue to exist after his death, and in the end, he was right about that, even if the "body" of the Ecole is being "artificially aspirated" and kept alive thereby since 1998. Even in his wildest dreams Paul Geheeb could not have imagined that a movement would come to be, completely independent of the Ecole, that wants exactly what he wanted. I'm talking about the movement that more and more people want to live appropriate to the species in communes and living communities, in which all the goals of Paul Geheeb become possible and are often put into practice. Paul Geheeb would have been overjoyed with this development.

Before the death of the Ecole's soul or mind in 1999 however, Armin Lüthi and his wife (and Edith Cassirer) quite severely thwarted "the plan" of Paul Geheeb's prophecy, that the Ecole would not be able to survive without him for many years though. I have to thank them (and many others) that I was able to experience the values and ideals of Paul Geheeb myself as a child in the early 80s in the practical example of the Ecole that was still quite full of integrity back then.

Armin Lüthi and his wife Natalie Peterson
Image thanks to: Unknown Armin Lüthi and his wife Natalie Peterson, about 1983.
After the death of Paul Geheeb, Armin Lüthi (1927 - 2013) continued to run the Ecole d'Humanité together with his wife Natalie Peterson (1926 - 2012) very successfully according to the goals of Paul Geheeb from 1961 until 1995. That was an extreme case of good luck, because there was a big fight between Paul Geheeb and Armin that would most likely have lead to separation, if Edith Cassirer would not have gotten Armin back to the Ecole. Apparently Paul Geheeb did not feel respected by Armin because Paul supposedly wanted to fire a "Mitarbeiterin" (a female teacher) without notice shortly before Christmas. Armin didn't understand that, quite contrarily, thought the Mitarbeiterin was excellent, and therefore apparently strongly fought against her being fired, and therefore also against the will of Paul Geheeb.

Despite this not so pretty fact, Armin had an enormous, probably almost "holy" respect for the work of Paul Geheeb, the "Ecole d'Humanité" that Paul had created. The reason for this was that Armin himself had suffered as a pupil from normal state-run public school and in his development in becoming a teacher, had had the direct comparison between state-run public schools and the Ecole. The very strong contrast that Armin saw thereby directly lead to the exceptional respect that Armin had for the Ecole d'Humanité as it was created by Paul Geheeb. Exactly this respect in turn then, after the death of Paul Geheeb, lead to Armin continuing to run the Ecole from 1961 until 1995 not just in any manner, or according to own or other goals and values, but very close and authentic according to the goals and values of Paul Geheeb. This was also helped very much by the fact that he had not only experienced Paul Geheeb and his workings himself, but also that in those days there were still many people at the Ecole, and who in some cases had a strong effect on the Ecole, which Paul Geheeb had selected himself, most of all also his loved wife Edith Cassirer until 1982, or who at least still had known Paul Geheeb themselves while he was still alive and therefore had very big respect for him.

The Ecole d'Humanité, the way it was conceived by Paul Geheeb and his Edith Cassirer, was, since its creation in 1934, a counter-model, an 'alternative' to the predominating society and the predominating public school. Although, Armin Lüthi really didn't like the word 'alternative', because it expresses a hopeless, anti-authoritarian, actually everything-denying and therefore irresponsible "Make love, not war!" mentality of the hippies of the 1968s. "Free, irresponsible sex and drugs for everyone!" - Without any responsibility. - Especially not towards the children which were created thereby either. The Ecole (aside from the personal attitudes of some Mitarbeiter/innens) actually never had anything to do with that. At least not under Paul Geheeb and Armin Lüthi.

The counter-models, which the Ecole d'Humanité confronts the rest of society and the rest of (public) schools with, are, depending on who is currently in charge at the Ecole, either a good idea, or, if that consists only of false hypocrisy after which even the Ecole and its leadership don't live, only of a (perhaps good) lie. - Perhaps even just of a bad lie.

If the Ecole is an idea, perhaps a good one, or only a lie, depends in a very essential part on the person or the people who currently lead the Ecole and take responsibility for it (or don't). In this sense the Ecole is like a big ship: Where it goes and if it even has a goal, or if it's just drifting along in the wind and going with the current and thereby hopes to stay afloat, that depends, just like on any boat, on the captain! If the Ecole has a goal, a legitimate one, then it represents an idea, perhaps even a good one. But if the Ecole only lets itself be carried along by the currents and the wind, without a goal at which the captain aims at with all his strength and beliefs, it, with all its pretty "values", which then are nothing but hollow and clichéd phrases, degrades to a mere lie. Everybody who entrusts his or her life to this ship must then, depending on the currents and the wind, reckon with him or her probably never arriving.

The "ship" Ecole consists mainly of three things: People, structures and houses. The people thereby are much more important than one realizes and wants to admit. In the Ecole things depend very fundamentally on the quality of the people, especially in the leadership. The leadership controls what kind of people come to the Ecole and with that, what kind of people make up the Ecole, put their stamp on it, and live and realize its goals and values. And therefore not only in what manner that is done, but if it is even (still) done in the first place or not! And that's decisive after all for the question if the Ecole is an idea or a lie. If and how the goals and values of Paul Geheeb are really (still) lived and practiced, not how they are feigned, faked and claimed in the Internet and in pamphlets.

Exceptionally good people were at the controls of power in the Ecole in the times of Paul Geheeb and Armin Lüthi and their wives. People of strong character, whom the directorate of the Ecole cooperative could not just <exclude>, annul and eliminate in the game for power at the Ecole. Even if times might have been better then, even in the times of Paul Geheeb and Armin there must have already been at least some small-minded and egoistic power-seekers in the directorate of the Ecole cooperative, some perhaps with a grammar-school moral, who did not want a strong leader, no self-conscious and therefore responsible captain next to themselves at the head of the Ecole. But of course such power-seekers couldn't exclude the founder of the Ecole, Paul Geheeb, nor his wife, Edith Cassirer (yet). Nor could they exclude the first successor of Paul Geheeb yet, Armin Lüthi, because he was appointed directly by Edith Cassirer, the then still living wife of Paul Geheeb. That counted. Back then, her word was still above the directorate of the Ecole cooperative, that nowadays is ridden with lust for power, irresponsible egoism, vanity and craving for admiration and grammar-school morals. They couldn't be excluded by it yet and correspondingly had a strong or even essential effect on the Ecole from 1934 until 1995.

Paul Geheeb himself never really wanted to be director. It just didn't work out with others because he had too strong and clear own ideas. His school was called "the school without a director" because he led it so differently and so unconventionally. Despite this, at decisive key-moments he consistently made sure time and again that the school kept its integrity, its goals and its values as defined by him. He simply believed in his idea. One of his favorite quotes from Goethe was: Living in the idea means, treating the impossible as if it were possible! He also often said: There is nothing about me, if things can't be done without me. Insofar the new leadership and the directorate of the Ecole may be right, maybe there really was nothing about Paul Geheeb (and Armin Lüthi).

Before 1995 Armin Lüthi time and again emphasized, that the Ecole wouldn't have better teachers, but a better organization concept. That was actually true, but he forgot something most decisive thereby: That the Ecole on top of that also had a better director! Him himself! That's typical for his modesty, even if it doesn't help here. One that could handle people, that could listen to criticism and could handle conflicts! And that's essential! Abilities which are completely missing at the Ecole today, because they just happen to be connected with people of strong character, which in general are unwanted at the Ecole today. This because they might challenge the existing Ecole-clique for the privileges, the personal job-security, and the power which it has greedily, and in the course of a long time grabbed for itself.

Quote, Armin Lüthi, 2008: We were lucky time and again with the people who joined us. Luck isn't the result of performance or achievement - it's something that falls in your lap. "Falling in his lap" is something that also happened to Armin Lüthi in contrast to all his successors in the leadership and the directorate of the Ecole cooperative in regards to his ability to be able to speak with people and that he didn't just allow talks, but actually sought them. And not just despite the fact that there was criticism or a conflict, but the exact opposite, because there was criticism or a conflict! Then more than ever! This ability of the strong of leadership leader of the Ecole made the Ecole something very special and valuable. It maintained its integrity.

Armin Lüthi had the ability which is direly missing today, that he could handle criticism and conflicts instead of how it is done very officially today, just avoiding them or trying to suppress them. None of his successors could do this (with the exception of K.C. Hill perhaps, I'm not quite sure about him yet). Not even his own son. This ability of Armin must therefore be connected with very personal life-experiences. With him also experiencing great injustice himself in his life, particularly also in school. It doesn't work without this experience! This was the same with Paul Geheeb.

The fact that Armin Lüthi was so modest and that he, despite his power as a leader of the school appointed by Edith Cassirer herself, never saw himself as something better or above other people (he intentionally let himself be addressed with 'du' - which is much more unusual in German than in English -, by all school-kids, even the smallest squirt, without thereby suffering any loss of respect for his person!) was essential, because without that, egalitarianism and the absence of hierarchies, the effectual 'power-free space' of Paul Geheeb are not possible! This attitude is missing entirely today! It's simply not detectable anymore. In all of the school. Just as if it had never even existed.

Because of this inner attitude, Armin was never above engaging in, or even seeking a conversation with someone. And not just when it was convenient to him, but especially when there was a conflict! To the contrary, then more than even! That was a true sense of responsibility. Not just towards the school, but also towards every single human being. The own experience of injustice, as Armin must have had experienced it in his childhood and youth, and most likely only that, made his ear and his wisdom keen for searching for, and then also be able to recognize injustice and deplorable states behind criticism and conflicts. A mandatory precondition, besides a mature sense of responsibility and the modesty not to regard himself as something better, to deal with criticism and conflicts with the required carefulness and responsibility. And that just means to seek conversation, actively and truly interested in the other party, instead of refusing it or evading it out of laziness, foolishness or self-centeredness.

Quote, Paul Geheeb, 1910, opening of the Odenwald-school:

Not more easy or convenient do we want to make things for you - no harder; insofar that we set higher goals and make bigger demands to your insight, your initiative, and to your energy, your responsible wanting.

Armin Lüthi believed in the Ecole and the goals of Paul Geheeb and on top of that had important own life-experience and knowledge of human nature. He new that the most inconvenient people, exactly those who applied criticism, are not always the worst. Even more so, sometimes it is exactly them who he himself has educated according to his ideals and principles, and those of Paul Geheeb, quote, Armin Lüthi: Time and again I hear that our ["former" - Remark, Mark Schmid] students are not convenient, that they dare to defend themselves.
This fundamental quality of the Ecole and its students is no longer understood to be, or recognized as a characteristic of the Ecole. At least not by the leadership and the directorate of the cooperative. And that simply leads to the death of the soul of the Ecole.

"Being lucky with people" alone, as Armin had said in the previously mentioned quote, is not enough to get good people for the Ecole time and again. One must also be able to recognize one's luck, in other words the good people, and to integrate them. Out of stupidity, ignorance, laziness or power-thinking good people with a good vision and good contributions for the Ecole are not only rejected today, but not even heard anymore. Besides the fact that that is a lack of respect and that it doesn't think highly of, or is tolerant towards corresponding people, it's an expression of lacking maturity, of vanity and of lacking responsibility. Here's an example for that.

After I had made a request to the Ecole in 2016, I was treated in a disrespecting manner and without high esteem or tolerance by a person who officially represented the Ecole to the outside, and who had been treated in a very preferred manner by the directorate of the Ecole out of financial reasons. This because I had presented myself as someone who is not very well off financially and because I had criticized two deplorable states of the Ecole back then, for which apparently exactly this person was responsible (which I didn't know however, nor could have known). Following that, I was treated in a very disrespecting manner, without high esteem or any tolerance by that person. That wasn't just contradictory to the fundamental values of the Ecole the way I knew them, but I also didn't even know why I was being treated so badly and unfairly. When I demanded an apology for it and that wasn't given, I complained about this person and his behavior towards me to the leadership of the Ecole. After all, this person was the official representative of the Ecole to the outside, and if he treated people without respect, high esteem and tolerance the way he treated me, I thought, this should be of interest to the Ecole.

The leadership of the Ecole simply didn't reply to my complaint though. So I addressed the directorate of the Ecole cooperative. It finally responded. But instead of taking my complaint into account, it simply reversed the roles. Instead of apologizing to me for the bad way I had been treated by the Ecole, or at least seek a conversation with me and about what had happened, I was simply made the culprit: I would be treating the corresponding person without respect, without high esteem and intolerantly, because I was complaining about him. Which indeed I had done, rightfully so. Following that I (as a former student) was simply excluded from the Ecole. I was not only denied membership in the normally open for everyone cooperative of the Ecole in a sweeping manner or with thinly veiled excuses (after I had previously already been a member and left the cooperative out of protest because of this treatment), but also an open and impartial talk about what had happened, as well as any other form of cooperation.

Quote, email of the president of the directorate of the Ecole cooperative, October 17th, 2020:

I am writing to you in the name of the directorate of the Ecole cooperative.
We were told that you want to apply for membership. You have already been admitted to the cooperative a few years ago, and after a relatively short time, declared your withdrawal.
After a lengthy discussion the directorate decided not to go into your wish.
With one's leaving of the cooperative one declares that one no longer finds the purpose and the values worthy of support.
For this reason we do not see that a renewed membership would bring a continual enrichment in the sense and purpose of the cooperative along with it.
Me personally I feel opposed by the way and manner how you talk about people and deny them understanding and competence in regards to the Ecole.
I am closely connected with the Ecole since decades and my perception of the values of the Ecole comprise mutual tolerance, high esteem and respect for the other.
[In other words, just exactly those values, about which's lack I had complained all along. - Remark, Mark Schmid]

Armin Lüthi was a master in handling people, conflicts and criticism. That radiated and spread to the entire school and had directing character. All Mitarbeiters (teachers) wanted to do as he did. They took an example in him. This made the Ecole something very special and valuable even after the death of Paul Geheeb and Edith Cassirer. It made the Ecole an idea, perhaps even a good one, instead of just a (societal or other) lie. And that was and is all-deciding and relevant. Hans Näf, president of the directorate of the Ecole cooperative under Armin Lüthi wrote in 2008 in his book "Eine menschliche Schule - Die Ecole d'Humanité von innen gesehen" on page 19, quote:

How humane and <reasonable> the Ecole is in many ways one only notices if one, as I did back then, spends most of his or her time in other institutions and notices how difficult that, which seems to be possible so easily in the Ecole [back then, under Armin Lüthi - Remark Mark Schmid], is there. One part of the problem is in the disturbing structures [as Geheeb fought them with the Ecole - Remark Mark Schmid]; the other, often overseen, but lastly more important one lies in the lacking experience and practice in handling criticism and conflicts. How good the Ecole [...] was in this regard [...] became apparent to me [even as an outsider - Remark Mark Schmid] [...] in 1995.

On October 30th, 2020 I discovered, after an elaborate study of Paul Geheeb and his goals and values at least one grave, possibly even several mistakes in the new "quality management" of the Ecole d'Humanité from the year 1999. As I then still believed the Ecole were still an idea, perhaps even a good one, like under Paul Geheeb or Armin Lüthi, I contacted the Ecole by email and told it:

Dear Ecole d'Humanité,
I am a human being that in my opinion has been successfully educated and brought up by the Ecole d'Humanité in the beginning of the 1980s during 3 years according to the values and goals of the Ecole d'Humanité back then. Since 2016 I am occupying myself intensively with the Ecole d'Humanité and since a shot while also with its founder, Paul Geheeb. I think I have found at least one grave, possibly even several mistakes in the quality management of the Ecole d'Humanité.
Do you have an interest in correcting mistakes?
If yes, who is responsible at the Ecole for the quality management? Kind Regards, Mark Schmid

— Mark Schmid, October 30th, 2020

Both under Paul Geheeb as well as under Armin Lüthi the Ecole had had a renowned interest in the correction of mistakes. Specifically for that reason, among others, the "Schulgemeinde" (school council) was created, in which everyone, including all children had a voice. And at least during my school time in the 80s under Armin Lüthi an open culture of debate and culture of error reporting were still not only lived, but also most actively practiced by almost everyone! That was and is one of the essential elements, which differentiates the Ecole as an idea from the Ecole as a (cunning) lie!

[...] I will limit myself to remarking that it [the family structure - Remark Mark Schmid] is the indispensable foundation for one of the most important and characteristic establishments of our school community, namely the "Schulgemeinde" (school council) as the spirit of our community.
— Paul Geheeb, April 14th, 1958

In this community we live like brothers and sisters together, every one, consciously or unconsciously, filled with the idea of highest possible human development; this community is permeated with mutual love, with the passionate striving to understand and help one another. Everyone of its members, old and young, without a lower age limit, essentially shares the load of the heavy responsibility for the individual him- or herself and the benefit of the community; the grade of responsibility is tapered according to the abilities and the human maturity of each and everyone. [...] Unceasingly we will look for and wrestle, to find and create more and more efficient, more and more complete forms of organization and living.
— Paul Geheeb, 1934

To my request that had found an error in the quality management and whether or not the Ecole has an interest in correcting errors, the Ecole replied on the same day, October 30th, 2020, quote:

Thank you for your request and your offer.
The leadership is responsible for the quality management.
We thank you for your interest, but have no interest on our part in your offer and politely want to ask you to refrain from further requests.

Paul Geheeb and Edith Cassirer were strong leadership characters who made sure that the goals and values of the Ecole were respected and practiced and maintained by as many people as possible. Armin Lüthi and Natalie Peterson who had been appointed as leaders by Edith after Paul Geheeb were also strong leading character who made sure that at least the values of Paul Geheeb were respected and kept and practiced. But after Armin, a strong leader who could take over this fundamentally important task was missing. Much like Paul Geheeb had foreseen it. Without Paul Geheeb and without Armin Lüthi and their wives, the directorate of the Ecole cooperative and the Mitarbeiters (teachers) of the Ecole could do pretty much as they pleased, much like spoiled children. And that's what they did. After this, they never again wanted to give away their new power, their predominance over the Ecole and their privileges. Like a union that destroys its employer. Worse still, because Edith Cassirer wasn't there anymore, the Ecole also lacked a person who could put a person with a strong character with good inner values before the directorate of the Ecole, as well as the Mitarbeiters (teachers), and thereby bring power and responsibility back together again at the Ecole. Someone who took over the direly important job of guaranteeing the maintaining of the goals and values of Paul Geheeb with the required sensibility and timely and emotional investments, and with the seriousness and reverence required for it, and thereby automatically also tied back the power both of the directorate of the Ecole cooperative, as well as of Mitarbeiters (teachers) of many years' standing, back to the much smaller, but much more healthy measure, with which they had to be satisfied with under Paul Geheeb and Armin Lüthi and their wives.

What applies and is good for children also applies for adults! Especially at the Ecole d'Humanité, the school of human kind! This fact and with it in general egalitarianism are no longer practiced and considered in today's Ecole. At least not in the head of the Ecole, in the directorate and the leadership. And as everyone knows, the fish starts smelling from the head. With this, the responsibility for which it would be mandatory that someone realizes it is denied. The responsibility to continue to be the school of humanity or mankind and not just a school at which oneself happens to have a paid job, or at which oneself was allowed to spend the last 50 years of one's life.

Through the non-realizing of this responsibility the Ecole is no longer an idea today, no longer a project to improve the world and humanity, but only a collection of teachers who might want to do a good job, and maybe do, but who no longer want to change the world (with it), nor defend or uphold the goals and values of Paul Geheeb with it. That turns the Ecole into a lie. Into a pure end in itself of those people who currently happen to be there, who happen to be in power and who want to generate an income or create a life for themselves on the Hasliberg. That's betrayal of the cause! That's betrayal of Paul Geheeb and the Ecole d'Humanité. With that, it's suddenly only about securing one's own job or position at the Ecole - at the expense of -, and in competition with others. - And therefore about power. And on top of that possibly, if circumstances allow for it, perhaps about doing a good job with the current children. If not, tough luck. The bigger picture, the whole context in which all that stands, in which all that even makes any sense, is irrevocably lost thereby. If everyone just looks out for him- or herself and nobody understands or defends the bigger picture anymore, lives it and practices it, also and especially towards the outside, not just towards the current children, and therefore in a mandatory manner also towards all former students, - or even takes an interest in it anymore, then everything, the whole Ecole becomes a senseless exercise in superficially performed, in hypocritical, but lastly lied "better-human-wannabe".

Today nobody wants to (or can) invest time anymore, as Armin Lüthi and Paul Geheeb and their wives did. That's the end of the Ecole. It should only be comfortable for today's people in power, today's leadership and today's directorate of the cooperative. Nobody needs to listen to criticism anymore in today's leadership and directorate. That, according to them is, like many inconvenient things, a thing of the past! That was abandoned (with pride!)! In the old days one still had to do that, but today, luckily (supposedly), that's no longer the case. But that's a mandatory part of the job! People in power at the Ecole avoid and evade this today, simply because they can and because they don't have to face any personal negative consequences because of it. Paul Geheeb after all is long dead and so they cannot be removed from their position by him or anyone else. (Paul Geheeb has very consistently punished people at the Ecole who opposed his goals and values.)

If the Ecole suffers a disadvantage because of such lacking commitment of the people in power today, or even damage, then they aren't accountable for it themselves, personally after all, but very much like with people sharing an apartment, the Ecole as a collective! Then "nobody" is to blame. Exercising power at the Ecole has therefore become a zero-risk job and all the more coveted. Correspondingly, once you have such a job or position, you don't take the trouble that Paul Geheeb and Armin Lüthi and their wives took back then. Why should you? For that little pay? It's not my life-work after all is what the people in power in the Ecole tell themselves today! After all, one has better and more fun things to do these days! And after all, they didn't even have cell phones and computers back then, so one can't compare it if they could still take time for everything and listen to criticism back then.

Whoever doesn't understand this, who doesn't understand that power, responsibility and criticism belong together and that they are not a wishing contest or a self-serve shop, he or she doesn't understand anything about the job that he or she accepted in the leadership or a directorate of an institution. That's what the leadership and the directorate of today's Ecole have "forgotten", or no better, have never learned.

With a leadership and a directorate which aren't capable anymore of listening to well-meant and well-based criticism, the Ecole behaves like a bunch of irresponsible children. Like in an apartment that is shared by many people that is going to pot on the inside, in which nobody takes responsibility and everyone thinks just of him- or herself and what's most fun to him or her at the moment. Someone like Paul Geheeb or Armin Lüthi and their wives who stop that is missing. Someone who make sure that the goals and values of the original Ecole are still followed and lived and practiced (!), not just preached. Are not just learned by heart. Very much like the saying of Goethe; Living in the idea means, treating the impossible as if it were possible. Just pretending as if simply isn't enough! Nobody wants to take over this job today. And that's the fault of those egoistic people at the Ecole who don't want to share their power today, or rather, since 1995. These aren't primarily only people who are new at the Ecole, but just as much such who are or have been in the leadership or the directorate of the Ecole for a long time. With their egoism, with their inability to share their power, and with that, the responsibility which they are not able to, or do not want to realize themselves, they pull the Ecole down into the abyss. If the bigger picture, the big goal of the Ecole is lost, then the Ecole is turned into a lie. Then it doesn't have any purpose anymore, except as an end in itself. Except guaranteeing a wage for a few teachers. That's the loss to mankind with which I don't agree.

Both the directorate of the Ecole, as well as the "Mitarbeiters" (teachers) of the Ecole don't want to have someone strong from outside the Ecole to be appointed above or before them, who realizes this important task. In other words, that someone is appointed above them, much like Paul Geheeb or Armin Lüthi was by Edith Cassirer, who makes sure that the goals and values of Paul Geheeb continue to be practiced and followed. Instead, "puppet kings" are being put into place by those in power at the Ecole now. Supposed "leaders" who have nothing but a purely representative role and who cannot realize this task even if they wanted to. The just fulfill the "smallest common denominator" of the shared apartment "Ecole", in that they are weak and don't step on anyone's toes who has the power now. Being weak and not stepping on anyone's toes is, besides legal requirements, the most important selective criteria for new leaders for the directorate of the Ecole today. Those who are in power at the Ecole don't want anyone who can swim against the current anymore. To the contrary, they want to have things comfortable for themselves at the Ecole, not difficult like under Paul Geheeb back then: Not more easy or convenient do we want to make things for you - no harder; insofar that we set higher goals and make bigger demands to your insight, your initiative, and to your energy, your responsible wanting. - Paul Geheeb, 1910.

What applies for children, for young people, must also, especially at the Ecole, apply for adults, first of all for those in charge, for the leadership and the directorate. So for instance also, that those can swim against the current:

Young people should be brought up to courageous fighter-bands, who integrate themselves in no cowardly manner into the world, which in many ways is always depraved, but also learned to swim against the current, to face fashion and conventions in outer and mental areas, and everything that is currently called <modern>, in a sovereign manner, dedicated to make front against the particular bad habits and degenerate phenomena of every time and to fight during their entire lives, up until their last breath, for a more and more complete development of their human- or mankindness [humanness / humaneness]! Every young boy, every girl learns in the "Landerziehungsheim" (approved country school) ["in the Ecole before 1995 - Remark Mark Schmid] to live as a responsible member of a small community, in order to later serve the benefit of the nation ["the Ecole or another good cause" - Remark Mark Schmid] with full dedication as a state citizen. In this manner the new young generation ["the former young generation, brought up by the Ecole" - Remark Mark Schmid] should be at work far beyond the limits of their homesteads ["the former Ecole" - Remark Mark Schmid], to the effect of a complete remodeling of human society [", in other words, the entire world" - Remark Mark Schmid]!
— Paul Geheeb, 1930

Because after Paul Geheeb and Armin Lüthi and their wives very obviously and painfully noticeable nobody wanted to take over the responsibility for maintaining and following the goals and values of Paul Geheeb and his school of (human)mankind anymore after 1995, I had the idea to create a body of (all) former students for this essential task. Because they were educated and brought up according to them and therefore new them from their own education and upbringing. In other words exclusively from those people who, until 1995, among all people in the world, had been brought up and educated exclusively according to these values of Paul Geheeb that are to be promoted. Thus, the selection and control criteria for working on this essential task should not be that someone does not step on anyone's toes and is able to swim along with the hypocritical current that is getting more and more false, and can "recite" values learned by heart as is the case now, but to the contrary, that someone has been brought up by the Ecole and according to the values of Paul Geheeb him or herself as much as possible, and thus has been fundamentally formed by them. Just as Paul Geheeb has expressed it in all clarity and wanted it and made perfectly clear in the quote above.

In this idea I was also guided by Paul Geheeb and his values:

One educates and brings up [children] to moral independence, by trusting in the conscientiousness of the children, by admitting a far-reaching self-governance to their sense of community, and by working in the direction that discipline develops itself out of the children, instead of being forced upon [them] from the outside by superiors and authorities.
— Paul Geheeb, 1930

When I asked for a talk with the directorate of the Ecole in 2016 because of this, more specifically, with one of the sons of Armin Lüthi who presided it, this was denied in a very vain and arrogant manner. As a simple former student of the Ecole I wouldn't understand anything about these things he let me know: "Schuster bleib bei Deinen Leisten" (Cobbler, stay with your lasts. - A German saying meaning to mind your own business) he replied to me from his high horse. When I tried to realize my idea myself after that in 2017 with other former students, this was also very deliberately sabotaged and nipped in the bud by the directorate of the Ecole, this time by a long-standing French speaking Mitarbeiter (teacher) of the Ecole, even before anyone really knew what I was trying to do. Towards me, he first simulated interest for my initiative in order to get an invitation, and then, in the deciding moment, during the appointing of the next important meeting, promptly took away all interested former students from me by claiming that the Ecole would now do exactly what I wanted itself and out of its own accord and thus, that we should first check that out before meeting again. With that he made my evolvement superfluous of course and my initiative supposedly unnecessary. And of course the Ecole didn't do anything of the things that I had wanted but it was too late then. As official representative of the Ecole and as a member both of the directorate of the cooperative as well as the leadership of the Ecole, as well as a former teacher and therefore person of authority, the other students of course immediately believed everything he said and therefore dropped my initiative like a hot potato. I myself have been just as na´ve after all, and have invited him to my initiative in total trust. In view of such methods one is reminded of the methods employed by Gustav Wynecken in 1908 against Paul Geheeb, as Edith Cassirer reports them in an interview recorded on tape with O. Kopp in 1970.

After Armin Lüthi and his wife Natalie Peterson left the leadership in July 1995 the Ecole d'Humanité lost "consciousness". In 1998 it then had several severe strokes when several Mitarbeiters (teachers) wanted to give the Ecole a "model" or "mission statement" that should be "idiot proof". This was intended to be a replacement for a good leader person, or an institution, who or which is capable of guaranteeing the keeping of the goals and values of Paul Geheeb. Later a same "quality management" was also added for the same reason. Naturally, instead of being "idiot proof" these papers, just like grades, were the exact opposite in their effects though. They cemented the idiocy. Paul Geheeb would have said the "conceit":

  1. On the one hand, they were gravely flawed and incomplete and therefore simply missed the goals and values of Paul Geheeb nut just by miles, but by worlds (literally!). The Geheeb archive, which contained the true goals and values of Paul Geheeb was given away instead in 2017. Supposedly one didn't have any more need for it thanks to the new "model" and "quality management" of the Ecole.

  2. On the other hand, even if the new "model" and the new "quality management" of the Ecole would not have contained grave mistakes and flaws: If there no longer is a human being in flesh and blood, or several human beings, who is or are responsible for the keeping of the goals and values of Paul Geheeb, and who actively and in a self-motivated manner check on this and punish it, but only a dead, lifeless and toothless paper, who then punishes mistakes and offences against these goals and values? The paper? Isn't the proverbial "what you write on paper" (in German, the "patience of paper") the true motive?

    Paul Geheeb was asked in 1958 what the main job of the school director was and he answered:

    I was anxiously concerned not to tolerate, not to allow any kind of customs, any kind of establishings - for instance, from traditional school- and boarding-school life - to creep in that didn't really make any sense for us, or at least weren't a necessity. — Paul Geheeb, 1958
Through the introduction of the new "model" or "mission statement" and the "quality management" of the Ecole in 1999, the fundamentally important job of checking that the goals and values of Paul Geheeb continue to be kept, and lived, and practiced, was handed over not just to a completely toothless, but on top of that also very lacking or even wrong mere "paper", which in contrast to a human being also lacked flesh and blood. In the following, the true goals and values of Paul Geheeb became dead letters to which nobody felt obliged to anymore. - If they were even considered in the new "model" and "quality management" of the Ecole in the first place. Since then (supposedly) everything is written down after all! So interpreting things and taking responsibility for one' sown actions isn't necessary anymore! Thank god! At least not for the leadership and the directorate of the Ecole. - It was and remains to be a trade of indulgence. If very fundamental things went wrong, nobody was responsible anymore. Instead, one could simply blame the new model and quality management. Things couldn't get any more convenient and irresponsible.

In 2008, Armin Lüthi said on the subject of decisions, quote: Are we looking for a solution that is justifiable in a pedagogic, philosophical, psychological and medical manner, or do we want to do away with our distress, our tiredness, our surfeit with it? This important, in my opinion here rhetorical question has a direction-giving quality for the "model" and the "quality management" of the Ecole d'Humanité and lastly for its mission, its goals and values and for its survival.

If one also perceives the Ecole itself as a child, as an immature child which could not yet change the world and humanity as it is supposed to according to Geheeb, then a most decisive experience of Armin Lüthi is also remarkable:

A very heavy-weighing experience, already as a beginner in my job in 1948 in Goldern led me to this insight. A child is discussed in the ["teacher" - Remark Mark Schmid] conference, because an authority in charge of it is expecting a report. As a qualified teacher I am capable of recognizing a child factually correctly, objectively, unambiguously and reliably. And look at this: A colleague describes the same child, but a completely different person, and a third, fourth and fifth voice supplements, contradicts, disputes. Since then I am skeptical of the image of a person that I make for myself.
— Armin Lüthi, September 2008 in the book of Hans Näf

This experience perhaps made Armin Lüthi so extraordinarily humble and cautious, and thereby to the great leader that he was, including in pedagogical regards. Exactly this humbleness and caution is also required and mandatory towards the child "Ecole"! Wanting to give the Ecole "grades" as the "model" and "quality management" are and are trying to do don't seem to be carefully targeted, but a wandering or wrong path. Not just because one then trusts blindly in grades, but also because no grade reflects the truth.

Volker Dembinski, a math teacher at the Ecole said in May 2007 on the subject of enduring the anachronistic and incomprehensible at the Ecole:

It could be the future, the non-understood. Its mission, it seems to me, the Ecole could have in the <social>. And since it is not completely known what <the social> consists of, one is to meditate on the corresponding development of the school. Then, hopefully, in time it will reveal itself more and more clearly.

Precisely this "meditating" is suppressed by the new, lacking and limiting or flawed model and quality management of the Ecole.

Since, after 1998 supposedly everything was written in the new model and mission statement or was dealt with by the new quality management, when these were put into power after 1999, nobody had to take any responsibility for nothing or think about anything anymore. After all, one had a paper now, or two, which were responsible for these things and which one, at one's leisure, could "mess around with" or "forget" if one felt so inclined. Or if one happened to be busy at the moment. Or didn't feel like following them. Paul Geheeb and Armin Lüthi weren't there anymore after all, and thanks to the flawed and lacking new papers, an inconvenient replacement that stood on the toes of sinners luckily wasn't required anymore either. Paper is patient is a German saying. Therefore popular. Arbitrariness was and is the result: Arbitrariness, a neglect of the goals and values of Paul Geheeb - and irresponsibility towards them - and therefore the brain death of the Ecole d'Humanité.

That's horribly convenient for the leadership of the Ecole and directorate of the Ecole cooperative. - Braindead patients don't create any conflicts for the caretaking personnel anymore. Using one's own head, investing time, taking responsibility and enduring, bearing or creatively solving the unknown, contradictions and conflicts, all that is no longer necessary for the leadership and the directorate of the Ecole anymore now, thanks to the "model" or "mission statement" and the "quality management". Unnecessary relics from the "dark" past. Maybe this doesn't apply for the children, who are at least still mentioned in the model and quality management of the new Ecole, but all the more for their role models, for adults. And there, first of all for those who should have led the Ecole an taken the most responsibility. Thanks to the new model and quality management, competent people who understood the goals and values of Paul Geheeb, shared them and therefore also defended them, were "thankfully" no longer needed.

Armin Lüthi said in September 2008, quote:

Every [inevitable] consolidation of the outer, the <civil> or <middle-class> existence leads to a loss of liveliness and boldness, in place of the vision, reality steps in, in all of its aspects.

With "consolidation of the outer existence" Lüthi meant the rationalization, the "industrialization" of the Ecole as the new, lacking model and quality management of the Ecole are causing it. And with "reality" he meant what Geheeb called the "depraved world".

For the successors of Armin Lüthi, the goals and values of Paul Geheeb for these reasons only played a very minor or trivial role after the coming into power of the model and quality management after 1999. Maybe as much as a Swiss cross on a Swiss army knife "made in China". Important for marketing and profit, but in the end not for quality. That also explains why in 2017 the entire Geheeb archive was given away. That the successors of Geheeb no longer have any need for the true goals and values of Paul Geheeb can hardly be expressed any more clearly. The new "model" which replaced the values, goals and culture of the Ecole more and more was the end of the Ecole d'Humanité of Paul Geheeb (and Armin Lüthi and their wives).

In June 1999 the new "model" and "quality management" were brought into power and as one can tell by the behavior of the Ecole, especially of the leadership and the directorate of the Ecole since then, it means the "brain death" of the Ecole d'Humanité. The soul, the values and goals of the Ecole which had made up the Ecole in essential parts up until 1995, that which had made the Ecole an idea instead of just a clever marketing-lie, all that has been lost since then or was abolished or given away.

I (Mark Schmid) am connected to the Ecole because I was there as a pupil from spring 1982 until 1985 as an 11 - 14 year-old. That has had a very strong and imprinting effect on me and, I am convinced, it made me a different, a much more courageous person than if I had not been there. In my opinion I was raised and educated successfully there according to the goals and values of the Ecole d'Humanité how they still existed there in the 1980s. I fully stand for and support both the upbringing and education that I have received and enjoyed there back then, as well as for the goals and values of Paul Geheeb and the Ecole how they were still taught, lived and considered to be valuable and important during the 1980s at the Ecole d'Humanité.

Unfortunately, there is nothing left of the Ecole d'Humanité and its goals and values as it existed before 1999. That means, actually that's not quite correct, the "school" actually still exists as an institution. It even still has the same name, it's still called "Ecole d'Humanité". And it's also still in the same place, on Hasliberg in the Swiss alps. Some of the houses from back then even still exist today. And on paper, for example in advertising, even today it still mentions some of the values for which it originally once stood. Even a few structures in the school, such as the "Singgemeinde", no grades and a few other oddities still exist. They are kept like relics in a museum, to remind people of another, a past time and the idealism back then. And they are used like souvenirs in a souvenir-shop for tourists to make money or generate donations. Unfortunately that's all that today's "school", if it even still deserves that designation, has in common with the "Ecole d'Humanité" of Paul Geheeb.


Braindead Ecole in the summer
Image thanks to: Unknown View on the body of the braindead Ecole (the houses on the right) on Hasliberg in the Swiss alps in summer, probably 2013.


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